International
Forschung

Geplante Mondlandung der Nasa verzögert sich um mindestens ein Jahr

Mondlandung der Nasa verzögert sich um mindestens ein Jahr – wegen Musk-Bezos-Zank

10.11.2021, 01:5910.11.2021, 01:59

Die ursprünglich für 2024 anvisierte Rückkehr von US-Astronauten zum Mond verzögert sich um mindestens ein Jahr. Die Mondlandung im Zuge der Artemis-Mission werde nicht vor 2025 erfolgen, sagte der Chef der US-Weltraumagentur Nasa, Bill Nelson, am Dienstag.

A section of the Artemis rocket with the Orion space capsule is seen inside the Vehicle Assembly Building at the Kennedy Space Center, Friday, Nov. 5, 2021, in Cape Canaveral, Fla. Artemis will launch ...
Ein Teil der Artemis Rakete, die auch für die Mondmission im Einsatz sein wird.Bild: keystone

Als einen Grund für die Verzögerung nannte Nelson den Rechtsstreit mit dem privaten Raumfahrtunternehmen Blue Origin von Amazon-Gründer Jeff Bezos. Blue Origin hatte gegen einen Nasa-Auftrag für den Bau einer Mondlandefähre an den Rivalen SpaceX von Tesla-Gründer Elon Musk geklagt. Die Klage wurde schliesslich vergangene Woche von einem Bundesgericht zurückgewiesen.

«Wir haben fast sieben Monate mit Rechtsstreitigkeiten verloren», sagte Nelson. Der frühere US-Präsident Donald Trump hatte das Ziel einer Rückkehr von US-Astronauten zum Mond im Jahr 2024 ausgerufen. Das Artemis-Programm verzögerte sich in der Folge aber immer wieder.

Mit der Mission Artemis 1 soll nach den derzeitigen Plänen im Februar ein Raumschiff als Testflug zum Mond starten. Mit Artemis 2 sollen dann 2024 Astronauten den Mond umrunden, bevor Astronauten mit Artemis 3 auf dem Erdtrabanten landen sollen. Zuletzt waren Astronauten im Jahr 1972 mit der Mission Apollo 17 auf dem Mond gelandet. (saw/sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Wenn die Planeten am Nachthimmel so nah wie der Mond wären
1 / 11
Wenn die Planeten am Nachthimmel so nah wie der Mond wären
Das vertraute Bild: Unser Trabant steht am Nachthimmel, hier über dem Bundeshaus in Bern. Durchmesser: 3474,2 kmMittlere Distanz zur Erde: 384'400 km
quelle: watson/keystone
Auf Facebook teilenAuf X teilen
So schön sieht ein «Blut-Blau-Super-Mond» aus
Video: srf
Das könnte dich auch noch interessieren:
Demokratische Funktionärin verweigert eigenem Senatskandidaten die Stimme
Im hart umkämpften Senatsrennen in Iowa gerät der demokratische Kandidat Josh Turek wegen eines Wahlspots unter Druck – aus den eigenen Reihen. Eine lokale Parteichefin kündigte sogar an, ihn nicht zu wählen.
Turek erklärt in der Werbung, er sei gegen Diskriminierung, lehne aber die Teilnahme von Transfrauen am Frauensport sowie eine Finanzierung geschlechtsangleichender Behandlungen durch Steuergelder ab. Kathy Winter, Vorsitzende der Demokratischen Partei im ländlichen Osceola County, erklärte daraufhin, sie könne Turek nicht wählen. Seine Aussagen widersprächen der Position der Demokratischen Partei in Iowa zu den Rechten von trans Menschen. Auch eine LGBTQ-Organisation kritisierte die Werbung. Andere Demokraten stellten sich dagegen hinter Turek, obwohl einige ebenfalls erklärten, mit dem Inhalt des Spots nicht einverstanden zu sein.
Zur Story