International
Franken

Afro-Trap-Rapper MHD wegen Mordes zu 12 Jahren Haft verurteilt

Französischer Rapper MHD wegen Mordes zu 12 Jahren Haft verurteilt

24.09.2023, 12:3124.09.2023, 12:31

Der französische Rapper MHD ist wegen Mordes zu 12 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Wie das Schwurgericht in Paris befand, hat sich der Musiker an dem Tod eines jungen Mannes vor rund fünf Jahren mitschuldig gemacht. In dem Fall wurden zudem am Samstagabend fünf weitere Mitangeklagte verurteilt, wie mehrere französische Medien am Sonntag einstimmig berichteten.

Der Vorfall ereignete sich in der Nacht vom 5. auf den 6. Juli 2018 in Paris. Ein 23-jähriger Mann wurde absichtlich von einem Auto überfahren, anschliessend von rund zehn Männern geschlagen und mit Messern angegriffen. Der Mann erlag seinen Verletzungen. Das Auto wurde einen Tag später ausgebrannt auf einem Parkplatz gefunden.

Bei den Ermittlungen wurde festgestellt, dass der ausgebrannte Mercedes dem Musiker gehörte. Mehrere Zeugen behaupteten, ihn am Tatort gesehen zu haben. Im Mittelpunkt des Falls soll ein Bandenstreit stehen.

MHD, der mit bürgerlichem Namen Mohamed Sylla heisst, gilt als Pionier des Afro-Trap, einer Mischung aus Hip-Hop und afrikanischer Musik. In Frankreich wurde er 2015 dank eines auf YouTube veröffentlichten Videos bekannt. (cst/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Dieser Mann will Marine Le Pen bei den Präsidentschaftswahlen ausstechen
Raphaël Glucksmann ist links, EU-freundlich und will französischer Präsident werden. Was für den 46-Jährigen spricht – und welche Hürden ihm bevorstehen.
2018 hat Raphaël Glucksmann die Partei Place publique gegründet. Damit wollte er einen Gegenpol zur Partei La France insoumise (LFI) bilden. Dieser gehört Jean-Luc Mélenchon an, der ebenfalls ins Rennen um die französischen Präsidentschaftswahlen 2027 gestiegen ist. Im Gegensatz zu Mélenchon fährt Glucksmann jedoch einen EU-freundlichen Kurs, wie «Die Zeit» berichtet. Er ist Sozialist, hat ansonsten jedoch keine typische politische Karriere hinter sich.
Zur Story