International
Frankreich

30 Jahre danach: Bombenleger von Greenpeace-Schiff bedauert seine Tat

Französische Agenten versenkten 1985 die «Rainbow Warrior», bevor sie zu einer Protestaktion auslaufen konnte.
Französische Agenten versenkten 1985 die «Rainbow Warrior», bevor sie zu einer Protestaktion auslaufen konnte.
Bild: AP GREENPEACE

30 Jahre danach: Bombenleger von Greenpeace-Schiff bedauert seine Tat

06.09.2015, 12:1806.09.2015, 12:18

30 Jahre nach dem tödlichen Anschlag des französischen Geheimdienstes auf das Greenpeace-Schiff «Rainbow Warrior» hat sich der Bombenleger entschuldigt. In einem Interview sagte Jean-Luc Kister:

«Ich habe den Tod eines Unschuldigen auf dem Gewissen, und das macht mir zu schaffen»
jean-luc kister

Bei dem Anschlag ertrank der Fotograf Fernando Pereira. «Ich habe auf Befehl gehandelt», sagte Kister in dem Gespräch, das am Sonntag auf der französischen Nachrichtenseite «Mediapart» veröffentlicht wurde.

Taucher hatten zwei Bomben am Schiffsrumpf befestigt – die Detonation der zweiten liess das Schiff sinken.
Taucher hatten zwei Bomben am Schiffsrumpf befestigt – die Detonation der zweiten liess das Schiff sinken.
Bild: AP GREENPEACE

Agenten hatten das Schiff am 10. Juli 1985 im Hafen von Auckland in Neuseeland versenkt, um sein Auslaufen zu einer Protestaktion gegen französische Atomtests im Pazifik zu verhindern. (tat/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die absurdesten Castro-Attentate der CIA – jetzt gerät Bruder Raúl ins Visier
Explodierende Muscheln, manipulierte Taucheranzüge und eine frühere Affäre als Killer: Im Kampf gegen Kubas Machthaber griff der US-Geheimdienst schon zu spektakulären Mordmethoden. Nun steht sein Bruder Raúl Castro im Visier der US-Justiz.
Die Lage in Kuba spitzt sich zu: Die Wirtschaft des Inselstaates fällt wegen massiven US-Sanktionen auf einen Tiefpunkt, politisch ist das Land isoliert wie kaum je zuvor. Nun erhoben die USA auch noch offiziell Anklage gegen den Ex-Präsidenten Raúl Castro. Unter Marco Rubio, dem US-Aussenminister mit kubanischen Eltern, ist der kommunistische Staat noch stärker im Fokus der Amerikaner als in den Jahren zuvor.
Zur Story