International
Frankreich

Frankreich schliesst Botschaft im Niger

Frankreich schliesst Botschaft im Niger

02.01.2024, 18:1002.01.2024, 18:10
FILE - Supporters of Niger's ruling junta, gather for a protest called to fight for the country's freedom and push back against foreign interference, in Niamey, Niger, Thursday, Aug. 3, 2023 ...
Bild: keystone

Frankreich hat seine Botschaft im Niger bis auf weiteres geschlossen. Seit dem Militärputsch in dem westafrikanischen Land vor fünf Monaten sei die Arbeit der Botschaft praktisch unmöglich geworden, teilte das Aussenministerium in Paris am Dienstag mit.

Die Botschaft werde blockiert, Bedienstete behindert und diplomatische Mitarbeiter seien an der Einreise nach Niger gehindert worden. Die Botschaft setze ihre Arbeit von Paris aus fort und konsularische Aktivitäten würden von französischen Konsulaten in der Region übernommen.

Der französische Botschafter hatte den Niger bereits vor Monaten verlassen. Kurz vor Weihnachten hatte die ehemalige Kolonialmacht Frankreich auch ihre Soldaten aus dem Niger abgezogen.

Ende Juli hatte im Niger die Präsidentengarde Staatsoberhaupt Mohamed Bazoum abgesetzt. Machthaber ist nun General Abdourahamane Tiani, der die verfassungsmässige Ordnung ausser Kraft setzte. Frankreich erkennt die neue Regierung nicht an - wie auch andere westliche und afrikanische Staaten. Die USA und Deutschland haben aber mit der Junta inzwischen vereinbart, ihre militärische Zusammenarbeit mit dem Land unter bestimmten Bedingungen fortzuführen.

Der Niger mit rund 26 Millionen Einwohnern war der letzte demokratische Verbündete der USA, Frankreichs und anderer europäischer Länder im Anti-Terror-Kampf in der Sahel-Region, wo sich Dschihadisten immer weiter ausbreiten. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Putin vermeldet Freilassung von US-Bürger Stephen Hubbard
In St. Petersburg haben die Gespräche von US-Unterhändler Steve Witkoff mit Kremlchef Wladimir Putin über den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine begonnen. Zum Auftakt gab Putin die Freilassung eines US-Amerikaners bekannt, der 2024 zu langer Haft verurteilt worden war, weil er als Söldner an der Seite der ukrainischen Streitkräfte gegen russische Truppen gekämpft haben soll.
Zur Story