Meloni schickt 500 Soldaten nach Mailand
Italiens Premierministerin Giorgia Meloni schickt 500 zusätzliche Soldaten nach Mailand. Grund sind gewaltsame Ausschreitungen in der Stadt. Die «Bild»-Zeitung berichtete darüber. Entschieden wurde das am Montag an einem Sicherheitsgipfel der Regierung in Rom. Der Einsatz ist Teil eines neuen Sicherheitspakets. Die Armee soll verhindern, dass die Krawalle eskalieren wie in Frankreich.
Auslöser waren Proteste gegen hohe Lebenshaltungskosten sowie Mängel im Nahverkehr und bei Sozialleistungen. Am Wochenende eskalierten sie teilweise. Vermummte bewarfen Polizisten, Geschäfte wurden geplündert und verwüstet. Am Sonntag brachte die Polizei 271 Menschen auf die Wache. 32 von ihnen wurden festgenommen, 28 angezeigt.
Die Regierung plane zudem strengere Gesetze. Wer an Demonstrationen schwere Schäden anrichtet, soll härter bestraft werden. Festnahmen sollen neu auch nachträglich innerhalb von 48 Stunden möglich sein. Der sogenannte Präventivgewahrsam, der zur Vorbeugung gilt, soll auf bis zu 24 Stunden verlängert werden.
Meloni will verhindern, dass sich die Lage wie in Frankreich zuspitzt. Dort gab es am Wochenende landesweit schwere Ausschreitungen. Die Behörden meldeten 2513 vorübergehende Ingewahrsamnahmen und 67 Festnahmen. In Teilen von Paris und in Lyon galten nächtliche Ausgangssperren. Geplünderte Ware tauchte danach auf Plattformen wie Vinted und Leboncoin auf. Vinted kündigte an, solche Anzeigen zu entfernen. (val)
