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Meloni schickt 500 Soldaten nach Mailand

epa13302553 Italian Prime Minister Giorgia Meloni delivers a statement during a parliamentary session at the Senate in Rome, Italy, 14 October 2026. Meloni addressed lawmakers to outline Italy's  ...
Die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni.Bild: keystone

Meloni schickt 500 Soldaten nach Mailand

Nach gewaltsamen Ausschreitungen in Mailand greift Italiens Regierung durch. Premierministerin Giorgia Meloni stationiert zusätzliche Soldaten in der Stadt.
20.10.2026, 09:0820.10.2026, 09:43

Italiens Premierministerin Giorgia Meloni schickt 500 zusätzliche Soldaten nach Mailand. Grund sind gewaltsame Ausschreitungen in der Stadt. Die «Bild»-Zeitung berichtete darüber. Entschieden wurde das am Montag an einem Sicherheitsgipfel der Regierung in Rom. Der Einsatz ist Teil eines neuen Sicherheitspakets. Die Armee soll verhindern, dass die Krawalle eskalieren wie in Frankreich.

Auslöser waren Proteste gegen hohe Lebenshaltungskosten sowie Mängel im Nahverkehr und bei Sozialleistungen. Am Wochenende eskalierten sie teilweise. Vermummte bewarfen Polizisten, Geschäfte wurden geplündert und verwüstet. Am Sonntag brachte die Polizei 271 Menschen auf die Wache. 32 von ihnen wurden festgenommen, 28 angezeigt.

Police confront "Italia in Piazza" protesters in Milan, Italy, on Saturday, Oct. 17, 2026. (Stefano Porta/LaPresse via AP) === ITALY OUT; MANDATORY CREDIT ===
Die Polizei geht am Samstag, dem 17. Oktober 2026, in Mailand, Italien, gegen Demonstranten der Bewegung «Italia in Piazza» vor.Bild: AP LaPresse

Die Regierung plane zudem strengere Gesetze. Wer an Demonstrationen schwere Schäden anrichtet, soll härter bestraft werden. Festnahmen sollen neu auch nachträglich innerhalb von 48 Stunden möglich sein. Der sogenannte Präventivgewahrsam, der zur Vorbeugung gilt, soll auf bis zu 24 Stunden verlängert werden.

Meloni will verhindern, dass sich die Lage wie in Frankreich zuspitzt. Dort gab es am Wochenende landesweit schwere Ausschreitungen. Die Behörden meldeten 2513 vorübergehende Ingewahrsamnahmen und 67 Festnahmen. In Teilen von Paris und in Lyon galten nächtliche Ausgangssperren. Geplünderte Ware tauchte danach auf Plattformen wie Vinted und Leboncoin auf. Vinted kündigte an, solche Anzeigen zu entfernen. (val)

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Proteste in Frankreich
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quelle: keystone / guillaume horcajuelo
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