International
Frankreich

Wegen Sicherheitsbedenken: Art Basel Paris schliesst vorzeitig

epa12482275 People visit Art Basel 2025 at Grand Palais in Paris, France, 25 October 2025.The fourth edition of Art Basel Paris runs from the 24 to 25 October, featuring over 200 exhibitors. EPA/MOHAM ...
Besucher der Art Basel 2025 im Grand Palais in Paris, Frankreich, am 25. Oktober 2025Bild: keystone

Wegen Sicherheitsbedenken: Art Basel Paris schliesst vorzeitig

Wegen befürchteter Demonstrationen und Ausschreitungen endet die Kunstmesse bereits am Freitagabend, zwei Tage früher als geplant.
22.10.2026, 16:5622.10.2026, 16:56
Florian Oegerli / ch media

Das Gerücht machte bereits am Mittwoch, dem VIP-Tag der Art Basel Paris, die Runde: dass die Messe im Grand Palais am Wochenende geschlossen bleiben könnte. Ernst nehmen mochte die Warnung kaum jemand. Zu gut liefen die Geschäfte, zu entspannt war die Stimmung. Wer am Mittwoch und Donnerstag durch den Grand Palais schlenderte, konnte die Ausschreitungen vom vergangenen Wochenende beinahe vergessen – trotz der Absperrungen entlang der Champs-Élysées.

Bis die VIP-Gäste am Donnerstag eine Nachricht bekamen, die der bz vorliegt. Die Art Basel Paris schliesse zwei Tage früher als geplant, heisst es darin. Damit endet die diesjährige Ausgabe bereits am Freitag, 23. Oktober, um 19 Uhr. Am Samstag und Sonntag bleibt die Kunstmesse geschlossen. Der Grund dafür sind die möglichen weiteren Demonstrationen in der französischen Hauptstadt.

Kein leichtfertig getroffener Entscheid

Die Entscheidung sei aus Sicherheitsgründen getroffen worden, heisst es in der Nachricht. Der Schutz der Besucherinnen und Besucher, der Galerien, der Mitarbeitenden und der ausgestellten Kunstwerke habe oberste Priorität. Man bedauere die Unannehmlichkeiten, die durch die vorzeitige Schliessung entstünden. Die Entscheidung sei nicht leichtfertig getroffen worden.

A visitor attends the public opening day of the Art Basel art fair, Saturday, Oct. 25, 2025 in Paris. (AP Photo/Thomas Padilla)
France Paris Art Basel
Bild: keystone

Bereits am vergangenen Wochenende hatten gewaltsame Proteste und Ausschreitungen das öffentliche Leben in Paris beeinträchtigt. Am Samstagabend war der Grand Palais auf Anordnung der Pariser Polizeipräfektur vorsorglich vorübergehend geschlossen worden. Auch mehrere Kulturinstitutionen waren von den Unruhen betroffen.

Die Art Basel hatte daraufhin zusätzliche Sicherheitskräfte eingesetzt und ihre Zusammenarbeit mit den französischen Behörden verstärkt. Noch am Dienstag hatte die Messeleitung versichert, dass die Vorbereitungen planmässig verliefen. Die erwartete Zahl internationaler VIP-Gäste bewege sich im Rahmen des Vorjahres, teilte die Art Basel damals auf Anfrage der bz mit.

Nun zieht die Messeleitung Konsequenzen aus der weiterhin angespannten Lage. Der Messebetrieb am Freitag soll noch regulär bis 19 Uhr stattfinden. Unterzeichnet ist die Mitteilung von Vincenzo de Bellis, dem globalen Messedirektor der Art Basel, dem neuen Pariser Messedirektor Karim Crippa und Carly Murphy, der Verantwortlichen für Sammler- und institutionelle Beziehungen.

Welche wirtschaftlichen Folgen die vorzeitige Schliessung für die teilnehmenden Galerien haben wird, ist noch offen. Die wichtigsten Verkäufe fanden allerdings bereits am Dienstagabend und Mittwoch statt. (schweizheute.ch)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Von der Kunst, eine Wassermelone zu Kunst werden zu lassen
1 / 12
Von der Kunst, eine Wassermelone zu Kunst werden zu lassen
quelle: imgur / http://imgur.com/gallery/kj4xt
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Dieser Mann hat am Murtenlauf teilgenommen – mit einer 34-Kilo-Rüstung
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Ausgelacht und angefasst: Wie Frauen bei Gottschalk zur Pointe wurden
Die Dokumentation «Was haben wir gelacht» zeigt, wie selbstverständlich der Fernsehhumor der Neunziger Frauen benutzte. Die Archivbilder erzählen auch davon, wer in einer Gesellschaft bestimmen darf, worüber gelacht wird.
Lachen stiftet Gemeinschaft. Wer nicht mitlacht, gilt schnell als Spielverderber. So funktionierte der Fernsehhumor, der in den Neunzigern Millionen vor den Bildschirm brachte: Man sass mit der Familie vor «Wetten, dass..?», Thomas Gottschalk plauderte, Frauen lächelten auf dem Sofa, selbst wenn er ihnen zu nahe kam oder ihren Körper kommentierte. Das war der perfekte Samstagabend, niemand verdarb die Stimmung.
Zur Story