DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Georgiens Ex-Präsident wegen Hungerstreiks in Gefängnisklinik

09.11.2021, 02:20

Nach wochenlangem Hungerstreik ist Georgiens inhaftierter Ex-Präsident Michail Saakaschwili in ein Gefängniskrankenhaus gebracht worden. Der 53-Jährige sei mit einem Helikopter aus der Haftanstalt in der Stadt Rustawi in die Klinik geflogen worden, berichteten georgische Medien am Montag unter Berufung auf den Strafvollzug. Am Abend versammelten sich in der Hauptstadt Tiflis Tausende Menschen und demonstrierten für die Verlegung des prominenten Politikers in ein ziviles Krankenhaus.

Saakaschwili war von 2004 bis 2013 als Georgiens Präsident im Amt.
Saakaschwili war von 2004 bis 2013 als Georgiens Präsident im Amt.Bild: keystone

Saakaschwili, der die Schwarzmeer-Republik zwischen 2004 und 2013 führte und anschliessend in der Ukraine lebte, war Anfang Oktober nach der Rückkehr in seine Heimat festgenommen worden. Wegen Amtsmissbrauchs war er zuvor per Haftbefehl gesucht worden. Kurz nach seiner Inhaftierung verkündete Saakaschwili, in einen Hungerstreik getreten zu sein.

Menschen in Tbilisi gingen aus Protest gegen die Festnahme des ehemaligen Präsidenten auf die Strasse.
Menschen in Tbilisi gingen aus Protest gegen die Festnahme des ehemaligen Präsidenten auf die Strasse.Bild: keystone

Wiederholt demonstrierten Hunderte Georgier für die Freilassung des Politikers, der während seiner Amtszeit unter anderem prowestliche Reformen in der Ex-Sowjetrepublik mit ihren 3.7 Millionen Einwohnern durchgesetzt hatte. Saakaschwili ist zudem Gründer der Partei Vereinigte Nationale Bewegung, die heute in der Opposition ist.

Am vergangenen Wochenende veröffentlichte Georgiens Strafvollzug ein Video, auf dem zu sehen war, wie Saakaschwili Brei und Tabletten zu sich nahm. Der frühere Präsident kritisierte das als Verletzung seiner Persönlichkeitsrechte. Er kündigte daraufhin an, nun gar keine Nahrung mehr aufzunehmen. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Drohne-Aufnahme von einer Geisterstadt

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

100 japanische Politiker im Kriegs-Schrein – China schäumt vor Wut

Inmitten der wachsenden Spannungen mit China sind rund 100 japanische Parlamentsabgeordnete zum Yasukuni-Schrein für Japans Kriegstote gepilgert, in dem auch verurteilte Kriegsverbrecher geehrt werden. Der massenhafte Aufmarsch der japanischen Politiker löste in China heftige Proteste aus.

Zur Story