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WikiLeaks founder Julian Assange makes a speech from the balcony of the Ecuadorian Embassy, in central London, Britain February 5, 2016.       REUTERS/Peter Nicholls/File Photo

Wikileaks gibt den USA die Schuld für die Internet-Kappung. Bild: © Peter Nicholls / Reuters/REUTERS

Ecuador kappt Wikileaks-Gründer Julian Assange das Internet

Ecuador hat bestätigt, dass es die Internetverbindung des Wikileaks-Gründers Julian Assange gekappt hat. Dies, nachdem die Enthüllungsplattform gehackte Dokumente von Hillary Clintons Wahlkampfmanager veröffentlicht hatte.



Ecuadors Aussenministerium erklärte am Dienstag, es habe entschieden, die Internetverbindung Assanges in der Londoner Botschaft «vorübergehend einzuschränken». Es betonte, Ecuador sei gegen die Einmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten.

«Die Regierung Ecuadors respektiert das Prinzip der Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten», erklärte das Ministerium. «Sie mischt sich nicht in externe Wahlprozesse ein und bevorzugt auch keinen bestimmten Kandidaten.»

Am Montag hatte Wikileaks dem südamerikanischen Staat vorgeworfen, Assanges Internetverbindung unterbrochen zu haben. Zugleich beschuldigte Wikileaks US-Aussenminister John Kerry, Druck auf Ecuador ausgeübt zu haben.

USA weisen Vorwurf zurück

Der US-Aussenamtssprecher John Kirby wies diese Vorwürfe am Dienstag zurück. Zwar sei die US-Regierung seit langem über Wikileaks «besorgt», doch habe sie mit dem Vorgang nichts zu tun. Die Behauptung von Wikileaks, dass Kerry mit Ecuadors Präsident Rafael Correa am Rande der Zeremonie zur Unterzeichnung des Friedensabkommens zwischen Kolumbiens Regierung und der FARC-Guerilla am 26. September über dieses Thema gesprochen habe, sei falsch.

Assange lebt seit Juni 2012 in einem kleinen Zimmer von Ecuadors Botschaft in London, um einer Auslieferung an Schweden zu entgehen, wo ihn die Justiz zu Vorwürfen der Vergewaltigung befragen will. Der 45-jährige Australier befürchtet nach eigenen Angaben, von Stockholm in die USA ausgeliefert zu werden, wo ihm ein Prozess wegen Geheimnisverrats drohen würde.

Keine Lösung in Sicht

Auch vier Jahre nach Assanges Flucht in die Botschaft ist keine Lösung der Situation absehbar.

Wikileaks hatte zuletzt Dokumente vom E-Mail-Konto von Clintons Wahlkampfmanager John Podesta veröffentlicht, darunter drei bezahlte Reden, die die demokratische US-Präsidentschaftskandidatin für die Investmentbank Goldman Sachs gehalten hatte. Clintons Wahlkampfteam wirft Russland vor, hinter dem Hackerangriff auf Podestas E-Mail-Konto zu stecken. Zugleich beschuldigte es Wikileaks, Clintons republikanischen Rivalen Donald Trump zu begünstigen. (sda/afp/rwy)

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Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
23Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Lowend 19.10.2016 10:38
    Highlight Highlight Hat Putin die Rechnung für Den Internetanschluss nicht mehr zahlen können?
    • opwulf 19.10.2016 12:48
      Highlight Highlight Ich glaube du verwechselst hier Snowden mit Assange? Wie stehst Du eigentlich zu den Whistleblowern welche Informationen zu Ungunsten von Schweizer Banken veröffentlichten? Fandest du dies auch daneben? Oder bist du nicht so konsequent? Schweizer Interessen sind nicht schützenswert vorallem wenn sie immoralisch sind? Amerikanische Interessen aber schon? Oder wie kann/darf man Dich verstehen? Ist nicht böse gemeint, es interessiert mich einfach!
  • StealthPanda 19.10.2016 10:26
    Highlight Highlight Ist schon Interessant das Watson zum teil sehr wählerisch umgeht mit den Informationen die die Leser lesen sollten. Warum wird nichts erwähnt von den E- Mails schließlich wurden die gestern veröffentlicht und lassen Clinton in einem sehr schlechten Licht dastehen. Betreibt man hier Gesinnungs Manipulation? Ich bin zwar weiss Gott kein Trump Fan jedoch sollten beide seiten gründlich beleuchtet werden damit sich der Leser ein umfassendes Urteil bilden kann. bin zwar kein Fan von 20min aber: http://www.20min.ch/ausland/news/story/Wikileaks-macht-Wahlkampf-fuer-Trump-22487875
    • ands 19.10.2016 12:35
      Highlight Highlight Toll, dass 20 Minuten die Erkentnisse aus den Wikileaks E-Mails zusammenfasst. Doch was davon ist nun der grosse Skandal, der diesen Artikel rechtfertigt? Was davon lässt Hillary Clintion in einem *sehr* schlechten Licht dastehen?
      Neun Kleinigkeiten (Punkt 10 zähle ich nicht) sind nunmal nur eine Randnotiz wert. Sonst müsste jede von Trumps Aussagen und Eskapaden eine ganze Zeitung füllen.
      Zum Thema ausgeglichene Berichterstattung empfehle ich Ihnen den Kommentar von Kian vom Montag: http://wat.is/5pEECBAAxEj8MBCA
    • StealthPanda 19.10.2016 13:38
      Highlight Highlight Ich denke die Gewichtung der einzelnen Punkte sollte Sache des Wählers sein. Was sie als Randnotiz abtun könnte für einen anderen das Zünglein an der Waage sein und darüber sollten die Medien nicht entscheiden sondern der Wähler, schliesslich muss er mit dieser Entscheidung am Schluss leben. Dies ist Demokratie man lässt dem Wähler die Entscheidung über Pest oder Cholera. Ich begrüsse durchaus Zusammenfassungen von Medien, geschickte Szenarien und Warnungen. Jedoch sollte das Urteil der Wähler fällen und dazu braucht er Neutralität da er sonst mit Meinungen geimpft wird.
    • ands 19.10.2016 17:03
      Highlight Highlight Ich bezweifle, dass so viele amerikanische Wähler watson oder 20 Minuten lesen.
  • Karl33 19.10.2016 10:08
    Highlight Highlight Gerne geht vergessen, dass Assange nur festgenommen werden konnte weil ein erfundener, bis heute unbelegter Vergewaltigungsvorwurf der feministischen Schwedischen Justiz und zweier Frauen dies ermöglicht.
    Ich nenne das Willkürjustiz wie im ehemaligen totalitären Ostblock. Aber manche unter uns finden das ja fortschrittlich.
    • ands 19.10.2016 12:22
      Highlight Highlight Schweden ist ein Rechtsstaat. Assange würde in Schweden ein fairer Prozess bezüglich der Verwaltigungsvorwürfe und auch bezüglich eines allfälligen Auslieferungsantrags der USA erwarten. Das er sich einem Prozess, ob fair oder nicht, gerne entziehen möchte ist verständlich, aber in einem Rechtsstaat glücklicherweise nicht möglich.
    • opwulf 19.10.2016 13:06
      Highlight Highlight Ands: Hast du die Anklage gelesen? Schweden ist genau so ein Rechtsstaat wie alle anderen Länder in Europa. Trotzdem haben Europäische Rechtsstaaten die Bolivianische Präsidentenmaschine über Europa zum Landen gezwungen, auf den von der US Regierung ausgesprochenen Verdacht hin, dass Snowden sich an Board befinden könnte. Dies ist rechtstaatlich nicht erlaubt, wurde aber trotzdem gemacht.

      http://www.spiegel.de/politik/ausland/morales-flugzeug-in-wien-gestoppt-snowden-nicht-an-bord-a-909146.html
    • StealthPanda 19.10.2016 13:42
      Highlight Highlight @Ands
      Ganz ehrlich ich bin dem Amerikanischen Staat mehr als misstrauisch. Ich traue ihnen zu dass durch ihre Industrie Spionage durchaus die Möglichkeiten bestehen die Justiz in Schweden unter druck zu bringen. Man hat es ja auch bei den Schweizer Banken gesehen. Sie schimpfen über unsere Praktiken wegen Steuer Hinterziehung haben aber Staaten die dies offensichtlich unterstützen. http://www.finews.ch/news/finanzplatz/21807-usa-steuerparadies-fatca-aia-cotorceanu-rothschild-offshore-trusts
      Somit glaube ich Assange dass er keine faires verfahren erhält.
    Weitere Antworten anzeigen
  • YesImAMillenial 19.10.2016 07:36
    Highlight Highlight ecuador "will sich nicht in externe wahlprozesse einmischen", tut dies aber genau durch diese zensur...
    • panaap 19.10.2016 08:24
      Highlight Highlight Du findest also ok wenn ich die dein youporn suchverlsuf deinem Mammi schicke?
    • YesImAMillenial 19.10.2016 08:46
      Highlight Highlight wo siehst du da einen zusammenhang? ich bin nicht im rennen um eines der wichtigsten öffentlichen ämter der welt und muss mich niemandem gegenüber rechtfertigen. ausserdem war ich nie aussenministerin...
    • unejamardiani 19.10.2016 08:59
      Highlight Highlight Wieso veröffentlicht er nicht Daten von beiden Lagern? Ich fand Wikileaks mal gut, leider hat es sich zu einem persönlichen Krieg für Assange entwickelt mit teilweise irrelevanten veröffentlichungen um in der Öffentlichkeit präsent zu bleiben. Versteht mich nicht falsch ich finde es gut das Leute sich bemühen ungerechtigkeiten zu veröffentlichen, aber ich finde es nicht gut sachen zu veröffentlichen nur damit es öffentlich ist oder um diese Personen blosszustellen. Ich finde die Motivation von Assange mitlerweile einfach Fragwürdig und wenn er unschuldig wäre würde er da einfach raus laufen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Jagr 19.10.2016 07:28
    Highlight Highlight In Zeiten der universellen Täuschung wird das Aussprechen der Wahrheit zur revolutionären Tat. - George Orwell

    • Sir Affe 19.10.2016 08:49
      Highlight Highlight Meine Erfahrung sagt mir, dass ich wohl dem Versuch der Manipulation ausgesetzt bin, sobald Leute von der "Wahrheit" zu sprechen beginnen...
  • MaskedGaijin 19.10.2016 06:33
    Highlight Highlight Nein da war natürlich überhaupt kein Druck der USA... Hillary drohte wohl mir Drohnen.

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