International
Gesellschaft & Politik

Staatsanwalt wirft Venezuelas Opposition Hackerangriff vor

Staatsanwalt wirft Venezuelas Opposition Hackerangriff vor

29.07.2024, 20:3629.07.2024, 20:36
epa11506939 Venezuelan Attorney General Tarek William Saab speaks after the presidential election in Caracas, Venezuela, 29 July 2024. According to the first report from the National Electoral Council ...
Der venezolanische Generalstaatsanwalt Tarek William Saab spricht am Montag nach der Präsidentschaftswahl in Caracas in Venezuela.Bild: keystone

Nach der umstrittenen Präsidentenwahl im Krisenstaat Venezuela hat die Generalstaatsanwaltschaft der Opposition einen Hackerangriff auf das Wahlamt vorgeworfen. Die Cyberattacke sei von Nordmazedonien aus verübt worden und habe auf die Übertragung der Ergebnisse gezielt, sagte Generalstaatsanwalt Tarek William Saab. Es sei versucht worden, die Resultate zu manipulieren. Der Versuch sei allerdings gescheitert.

Hinter dem Angriff steckten die Oppositionsführerin Maria Corina Machado und zwei weitere prominente venezolanische Regierungsgegner im Ausland, sagte Saab weiter. Der Generalstaatsanwalt kündigte an, dass der Nationale Wahlrat (CNE) die Ergebnisse der einzelnen Wahlbezirke bald auf seiner Internetseite veröffentlichen werde.

Nach der Abstimmung am Sonntag hatte das Wahlamt den autoritären Präsidenten Nicolás Maduro zum Sieger erklärt. Demnach kam Maduro auf 51,2 Prozent der Stimmen und Oppositionskandidat Edmundo González Urrutia auf 44,2 Prozent. Die Opposition erkannte das offizielle Ergebnis nicht an, warf der Regierung Wahlbetrug vor und reklamierte den Sieg für ihren Kandidaten González. Auch die US-Regierung und eine Reihe lateinamerikanischer Staaten meldeten Zweifel an dem offiziellen Wahlergebnis an. Zuvor hatten mehrere Umfragen einen deutlichen Sieg der Opposition prognostiziert. (sda/dpa/lyn)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Iran inszeniert Khameneis Beerdigung als Machtdemonstration
Vier Monate nach dem Tod von Ajatollah Ali Khamenei hat Iran mit den offiziellen Trauerfeiern für den langjährigen obersten Führer begonnen. Die Zeremonien sollen nicht nur der Trauer dienen, sondern auch ein politisches Signal senden: Das Regime will Geschlossenheit und Kontrolle demonstrieren.
In Iran haben am Freitag die mehrtägigen Trauer- und Bestattungszeremonien für Ajatollah Ali Khamenei begonnen. Der langjährige oberste Führer des Landes war am 28. Februar bei amerikanisch-israelischen Luftangriffen getötet worden. Wie die «New York Times» berichtet, empfingen iranische Behörden am ersten Tag der Zeremonien zahlreiche ausländische Gäste, Geistliche, Vertreter verbündeter Milizen und iranische Funktionäre.
Zur Story