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Mann begrabscht Mexikos Präsidentin - und wird Festgenommen

epa12502929 Mexican President Claudia Sheinbaum speaks during a press conference at the National Palace in Mexico City, Mexico, 04 November 2025. Sheinbaum stated that the alleged plan by US President ...
Bild: keystone

Mann begrabscht Mexikos Präsidentin - mit Konsequenzen

Die Staatschefin spricht in Mexiko-Stadt mit Bürgern, als sie von einem Mann belästigt wird. Der Vorfall rückt die Gewalt gegen Frauen in den Fokus – und die prekären Sicherheitsvorkehrungen.
05.11.2025, 15:1905.11.2025, 15:24

Bei einem Rundgang durch das historische Zentrum von Mexiko-Stadt wurde Präsidentin Claudia Sheinbaum von einem Mann begrabscht. Er näherte sich der mexikanischen Staatschefin von der Seite, legte den Arm um sie und versuchte, die 63-Jährige zu küssen, wie auf Videos von dem Vorfall zu sehen ist. Dann scheint er zu versuchen, ihr von hinten an die Brüste zu fassen, bevor er von einem Beamten abgedrängt wird.

Der Mann wurde festgenommen, wie die Zeitung «El Universal» berichtete. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm sexuelle Belästigung und sexuellen Missbrauch vor. Es wurde Kritik an den Sicherheitskräften laut, weil sich der Mann der Präsidentin offenbar mühelos nähern konnte. Wie ihr Vorgänger Andrés Manuel López Obrador verzichtet auch Sheinbaum auf den Schutz durch die eigentlich dafür vorgesehene Militäreinheit.

«Wenn sie die Präsidentin anfassen, fassen sie uns alle an.»
Bürgermeisterin von Mexiko-Stadt Clara Brugada

«Wenn sie die Präsidentin anfassen, fassen sie uns alle an», schrieb die Bürgermeisterin von Mexiko-Stadt, Clara Brugada, auf der Nachrichtenplattform X. «Heute bekräftigen wir unseren Einsatz für eine Politik der Null-Toleranz gegenüber Gewalt gegen Frauen. In dieser Stadt hat Belästigung keinen Platz.»

Sheinbaum ist die erste Präsidentin des lateinamerikanischen Landes. Laut einer Erhebung des staatlichen Statistikinstituts hat fast die Hälfte aller Frauen in Mexiko mindestens einmal sexuelle Gewalt erlebt. Die Stärkung der Frauenrechte gehört zu den wichtigsten Anliegen der Linkspolitikerin Sheinbaum. (dpa)

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