Schmelzende Gletscher geben Munition aus dem Ersten Weltkrieg frei
Durch den Rückzug der Gletscher in den Dolomiten kommen zunehmend alte Sprengkörper aus dem Ersten Weltkrieg zum Vorschein. Bei einer Räumungsaktion in den Bergen der norditalienischen Provinzen Trentino und Südtirol haben Spezialisten der italienischen Armee mehr als 250 explosive Kriegsrelikte geborgen.
Allein in der vergangenen Woche machten Angehörige einer Gebirgsbrigade im Gebiet Primiero im Trentino 55 Sprengkörper unschädlich. Darunter waren 18 Artilleriegeschosse des Kalibers 75 Millimeter sowie 37 französische Thevenot-Mörsergranaten, die im Ersten Weltkrieg von der italienischen Armee verwendet worden waren.
Weitere Einsätze fanden unter anderem im Adamello-Brenta-Gebiet, im Martelltal und im Nationalpark Stilfserjoch statt. Die Räumungsteams waren zudem in der Nähe des Tonalepasses unterwegs.
Der fortschreitende Gletscherschwund infolge des Klimawandels legt immer wieder Munition frei, die seit mehr als einem Jahrhundert im Eis verborgen war. Die Armee warnt deshalb vor den Gefahren für Bergwanderer. (sda/apa)
