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Mordermittlungen nach mysteriösem Tod von Brexit-Politikerin

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Ann Widdecombe war eine glühende Brexit-Befürworterin.Bild: keystone

Mordermittlungen nach mysteriösem Tod von Brexit-Politikerin

10.07.2026, 20:1110.07.2026, 20:11

Grossbritannien rätselt über den Tod von Ann Widdecombe. Die langjährige Abgeordnete und beinharte Brexit-Befürworterin war am Donnerstag tot in ihrem Zuhause in Haytor in der englischen Grafschaft Devon aufgefunden worden. Wie die Polizei mitteilte, wies die 78-Jährige schwerste Verletzungen auf. Nun ermittelt die Polizei wegen Mordes.

Die Polizei geht nach derzeitigem Stand von einem «weissen Mann» als mutmasslichem Täter aus. «Unsere Mordermittlungen befinden sich noch in einem frühen Stadium, schreiten aber mit hohem Tempo voran», sagte Detective Chief Inspector Ilona Rosson laut Mitteilung.

Man setze alle Mittel ein, um die Umstände aufzuklären und den mutmasslichen Täter so schnell wie möglich zu finden. Nähere Angaben zu möglichen Tatumständen machte die Polizei zunächst nicht.

Innenministerin Mahmood: Umstände «äusserst erschütternd»

Widdecombe war jahrelang Abgeordnete für die Konservativen im britischen Parlament und sass schliesslich als überzeugte Befürworterin des EU-Austritts für die Brexit-Partei als Abgeordnete im Europäischen Parlament. Die zum Katholizismus übergetretene Politikerin vertrat zudem ultrakonservative Ansichten. So forderte sie etwa die Wiedereinführung der Todesstrafe, sprach sich gegen die gleichgeschlechtliche Ehe und die Selbstbestimmung von Transpersonen über deren Geschlecht aus.

Auch im britischen Unterhaltungsfernsehen war sie keine Unbekannte: So trat Widdecombe etwa bei der Tanzshow «Strictly Come Dancing» und bei «Celebrity Big Brother» auf.

Innenministerin Shabana Mahmood bezeichnete den Tod der ehemaligen Abgeordneten als «äusserst erschütternd». «Das Innenministerium ist bereit, bei den laufenden Ermittlungen jede erforderliche Unterstützung zu leisten», schrieb die Labour-Politikerin in einem X-Beitrag. Sie rief die Bevölkerung dazu auf, Spekulationen zu vermeiden. Auch der britische Premierminister Keir Starmer zeigte sich bestürzt und sprach der Nachrichtenagentur PA zufolge von einer «sehr schockierenden Nachricht». (sda/dpa)

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