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Gesellschaft & Politik

Chile: Neuer Präsident José Kast beginnt Mauerbau an der Grenze zu Peru

Chiles neuer Präsident José Kast baut eine Mauer

19.03.2026, 13:1220.03.2026, 09:51

Der neue chilenische Präsident, José Kast, hat mit dem Bau einer Mauer an der Grenze zu Peru begonnen. Am Montag, dem 16. März, trat Kast selbst an der Baustelle vor die Medien.

Video: watson/nina bürge

Die Mauer entsteht in der Atacama-Wüste, wo Chile an Peru grenzt. Der Bau der Mauer ist eines von mehreren Versprechen, die Kast während seines Wahlkampfs gemacht hat. Er begründet den Bau damit, dass Chile durch illegale Einwanderer, Kriminalität und Drogenbanden aus Peru gefährdet sei. Werde dem kein Riegel vorgeschoben, würde Chile in Unsicherheit und Chaos versinken, so Kast.

Die Grenze soll mit einer Mauer und Zäunen geschützt werden, die von Soldaten kontrolliert und überwacht werden sollen. Die chilenisch-peruanische Grenze umfasst rund 180 Kilometer Grenzgebiet.

José Antonio Kast wurde am 11. März offiziell zum neuen Präsidenten Chiles ernannt. Er wurde bereits im vergangenen Dezember gewählt. Er gewann die Wahl mit 58 Prozent der Stimmen und setzte sich gegen die linke Kandidatin Jeannette Jara durch. Im Wahlkampf hatte Kast damit geworben, die Kriminalität im Land zu bekämpfen und Migranten ohne gültige Aufenthaltspapiere aus dem Land abzuschieben. Zudem plant der Präsident, die Wirtschaft des südamerikanischen Landes anzukurbeln.

Die ersten Tage seiner Amtszeit nutzte Kast bereits, um sechs Dekrete zu erlassen. Diese sollen die Grenzsicherheit stärken und es erleichtern, Migranten abzuschieben oder nicht ins Land zu lassen. Aktuell leben gemäss Schätzungen rund 300'000 Menschen ohne gültige Papiere in Chile. (nib)

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