Wirtschaft
Schweiz

Gender Pay Gap: Schweiz macht keine Fortschritte

Gender Pay Gap: Schweiz macht keine Fortschritte

Die Stellung der Frauen auf dem Schweizer Arbeitsmarkt hat sich zuletzt kaum verändert. Die Erwerbsquote stieg zwar leicht, aber auch die Lohnlücke wuchs.
02.03.2026, 07:1702.03.2026, 07:17

Dies geht aus dem am Montag veröffentlichten «Women in Work Index 2026» des Beratungsunternehmens PWC hervor. Die Schweiz rückte im internationalen Vergleich um einen Rang auf Platz 20 vor. Die Gesamtbewertung, die sich auf Arbeitsmarktdaten von 2024 bezieht, blieb gegenüber dem Vorjahr mit 68,7 Punkten jedoch unverändert.

geschaefte, geschaeftlich, geschäft, geschäftlich, geschäfts, unternehmen, bank, ufer, mannschaft, team, anfuhrer, anfuhrerin, anführer, anführerin, fuhrer, führer, führerin, hauptmann, kopf, leiter,  ...
Frauen verdienen in der Schweiz weiterhin durchschnittlich weniger als Männer. (Symbolbild)Bild: Shutterstock

Die Erwerbsquote von Frauen liegt lag laut der Studie bei 80,8 Prozent und stieg damit im Vergleich zum Jahr davor (80,4%) leicht an. Gleichzeitig sank die Vollzeitquote der erwerbstätigen Frauen von 60,7 auf 59,2 Prozent. Die geschlechtsspezifische Lohnlücke vergrösserte sich leicht und blieb mit 17,4 Prozent gemäss PWC hoch.

PWC sieht für die Schweiz trotz stabiler Gesamtwerte strukturellen Nachholbedarf. Hohe Teilzeitquoten von Frauen, Betreuungsengpässe und Pflegeverantwortung bremsten die Gleichstellung, heisst es. Unternehmen könnten durch flexiblere Arbeitsmodelle und bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf gezielt weibliche Fachkräfte fördern.

Im Vergleich der insgesamt 33 OECD-Länder zeigte sich ebenfalls eine Stagnation. Positiv entwickelte sich jedoch die Lohnlücke: Sie verringerte sich OECD-weit um 0,6 Prozentpunkte auf 12,4 Prozent. Damit liegt die Schweiz weiterhin deutlich über dem OECD-Durchschnitt bei der Lohnungleichheit.

Angeführt wird der Index erneut von Island vor Luxemburg, Neuseeland, Slowenien und Schweden. Diese Länder kombinieren laut PWC hohe Erwerbsquoten mit familienfreundlichen Arbeitsmodellen und guter Kinderbetreuung. Am Ende der Rangliste liegen Mexiko, Südkorea, Chile, Italien und Griechenland.

Der «Women in Work Index» bewertet seit 2011 die Gleichstellung im Arbeitsmarkt in 33 OECD-Ländern anhand von fünf Indikatoren. (sda/awp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Zürcher Stadt ehrte Aviatik-Pionier, der mit den Nazis flirtete – und gerät unter Zugzwang
In Opfikon ist ein Platz nach dem US-Piloten Charles Lindbergh benannt, ohne Hinweis auf seine dunkle Vergangenheit. Politiker fordern Massnahmen mit Support von bekannten Grosskonzernen.
Das Wohngebiet Glattpark im Zürcherischen Opfikon wurde auf der grünen Wiese gebaut. Zwischen 2001 und 2020 entstand hier, unweit des Flughafens Zürich ein neues Quartier. Es bietet Raum für rund 7000 Einwohnerinnen und Einwohner sowie etwa gleich viele Arbeitsplätze.
Zur Story