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Gesundheit

Über 16'000 Impfdosen in die Demokratische Republik Kongo geliefert

Residents and frontline workers embark on Ebola outbreak awareness campaign in Beni, North Kivu province, eastern Congo, Friday, Aug. 21, 2026. (AP Photo/Sebastien Kitsa Musayi)
Congo Ebola
Anwohner und Mitarbeiter starten in Beni in der Provinz Nord-Kivu im Osten des Kongo eine Aufklärungskampagne zum Ebola-Ausbruch.Bild: keystone

Über 16'000 Impfdosen in die Demokratische Republik Kongo geliefert

22.08.2026, 08:4122.08.2026, 08:41

Eine Lieferung von 16'250 Dosen des Impfstoffs Ervebo ist in der Nacht auf Samstag in der von Ebola stark betroffenen Demokratischen Republik Kongo eingetroffen. Insgesamt sollen 70'000 Dosen geliefert werden, wie die Nachrichtenagentur AFP berichtete.

Der Impfstoff Ervebo «wurde bereits mehrfach eingesetzt, insbesondere in grossem Umfang während der Epidemie von 2018 bis 2020», erklärte der Gesundheitsminister der Demokratischen Republik Kongo, Samuel Roger Kamba. Er war laut AFP auf dem Rollfeld des Flughafens von Kinshasa anwesend, wo die über 16'000 Dosen per Flugzeug angeliefert wurde.

Die Internationale Koordinierungsgruppe für Impfstoffbereitstellung (ICG) hat insgesamt 70'000 Dosen des Impfstoffs Ervebo freigegeben. Der Stoff ist für den Einsatz bei Ausbrüchen der Ebola-Viruskrankheit (früher Zaire-Ebolavirus genannt) zugelassen und empfohlen.

Nach Angaben von Africa CDC sollen 20'000 Dosen für eine klinische Studie zur Untersuchung der Wirkung des Impfstoffs auf das Bundibugyo-Virus sowie 50'000 Dosen für medizinisches Fachpersonal und andere Einsatzkräfte eingesetzt werden. Noch ist nicht bekannt, ob Ervebo Menschen vor dem Bundibugyo-Virus schützt. Erste Labor- und Tierversuchsdaten deuten jedoch auf einen möglichen Schutz hin. Die Studie soll wichtige neue Erkenntnisse liefern.

Ausbruch «noch lange nicht unter Kontrolle»

Mehr als 5000 Krankheitsfälle und etwa 2500 Tote in rund 100 Tagen – das ist die aktuelle Bilanz des Ebola-Ausbruchs in der Demokratischen Republik Kongo. Der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO) Tedros Adhanom Ghebreyesus fand kürzlich klare Worte: «Die Epidemie ist noch lange nicht unter Kontrolle. Dies ist nun der zweitgrösste jemals verzeichnete Ebola-Ausbruch, und er breitet sich schneller aus als jeder vorherige.»

Ebola-Fieber ist eine lebensbedrohliche Krankheit. Das Virus wird durch Körperkontakt und Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen und löst ein hochansteckendes Fieber mit Durchfall und Blutungen aus. (sda/afp/dpa)

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