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Australien

Australien: Privatschüler wegen sexuellem Übergriff vor Gericht

Sexueller Übergriff auf 14-Jährige: Australische Eliteschüler vor Gericht

25.08.2026, 12:0125.08.2026, 12:01

Drei Schüler einer angesehenen Privatschule in Sydney stehen wegen des mutmasslichen sexuellen Übergriffs auf ein 14-jähriges Mädchen vor Gericht. Die 13 und 14 Jahre alten Jungen sollen das Mädchen nach Angaben der Polizei am 22. Juli in einer Gasse gemeinsam sexuell angegriffen haben.

Nun begann das Verfahren vor einem Jugendgericht – und die Richterin sprach von bereits spürbaren Folgen der grossen öffentlichen Aufmerksamkeit, wie der australische Sender ABC berichtete.

Schüler an einer der teuersten Privatschule Australiens

Die drei Verdächtigen besuchen das private Scots College in Bellevue Hill, einem östlichen Vorort von Sydney. Es handelt sich um eine der ältesten, renommiertesten und teuersten Privatschulen in Australien. Sie waren Medienberichten zufolge am 13. August festgenommen und wegen verschiedener Sexualdelikte angeklagt worden. Anschliessend kamen sie gegen Kaution auf freien Fuss – aber unter strengen Auflagen. So müssen sie sich unter anderem an Ausgangssperren und Kontaktverbote halten.

Wegen ihres Alters darf die Identität der Teenager nicht öffentlich gemacht werden. Das Scots College bestätigte aber ABC zufolge nach den Festnahmen, dass die drei Jungen Schüler der Institution sind. Die Schule erklärte weiter, sie habe mit der Polizei zusammengearbeitet und werde dies auch weiterhin tun.

Richterin sorgt sich wegen Medienrummel

Bei der ersten Anhörung vor dem Children's Court in Sydney sagte Richterin Susan Duncombe, der Fall habe bereits «viel Medienaufmerksamkeit» auf sich gezogen. Es habe deshalb für einige der Angeklagten schon «gewisse Konsequenzen» gegeben, betonte sie, ohne Details zu nennen. Verteidiger äusserten zudem die Sorge, dass die Jungen trotz des gesetzlichen Verbots durch Berichte oder Hinweise in sozialen Medien identifiziert werden könnten.

Die drei Angeklagten bleiben zunächst auf freiem Fuss. Der Fall wurde bis zum 20. Oktober vertagt. Im Falle einer Verurteilung würden für die Jungen wegen ihres Alters besondere Regeln des Jugendstrafrechts gelten. Welche Sanktionen infrage kommen, hängt unter anderem von den konkreten Vorwürfen, dem Alter der Jugendlichen und ihrer jeweiligen Beteiligung ab. (sda/dpa)

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23 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Apropopos
25.08.2026 12:40registriert Mai 2025
Danke für diese Informationsflut. Zero Relevantes.
Hätte man bis zum Prozess vertagen können.
Aber tolle clickbait Überschrift. Hat auch bei mir gegriffen.
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Snowy
25.08.2026 15:47registriert April 2016
Sehe ich das richtig:

Ein sexueller Übergriff aus Australien (!) kriegt hier einen eigenen Artikel inkl Nennung der Täterschaft in der Headline.
Aber die 751 (!) Gruppenvergewaltigungen im Jahr 2025 in Deutschland (das sind 14 pro Woche!) erhalten keinen Artikel und erst Recht nicht wird die Täterschaft prominent genannt.
Im Nachbarland Frankreich sind die Zahlen übrigens noch viel erschreckender - in GB ebenso.

Dinge einfach in Abrede zu stellen, bzw nicht darüber zu sprechen macht sie nicht ungeschehen....
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Effersone
25.08.2026 15:16registriert April 2016
Wieso schafft es so ein Ausnahmefall aus Australien in dieses Medium und man darf sogar Kommentieren, aber zu den mittlerweile wöchentlichen Gruppenvergewaltigungen aus Deutschland hört man nicht das Geringste.
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