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Falkland-Inseln: England protestiert gegen Mileis Ultimatum

Argentina's President Javier Milei laughs during the inauguration of Peru's new President Keiko Fujimori in Lima, Peru, Tuesday, July 28, 2026.(AP Photo/Guadalupe Pardo, Pool)
Javier Milei
Ob es Javier Milei auch so lustig findet, dass Grossbritannien auf sein Ultimatum nicht eintreten will?Bild: keystone

Falkland-Inseln: England protestiert gegen Mileis Ultimatum

01.10.2026, 07:00

Im Streit um die Falklandinseln hat Grossbritannien auf diplomatischer Ebene gegen Argentinien protestiert. «In dieser Woche haben wir der argentinischen Botschafterin im Vereinigten Königreich unmissverständlich klargemacht, dass Bemühungen, rechtmässige wirtschaftliche Aktivitäten auf den Falklandinseln zu behindern, keine Zeichen verantwortungsvollen internationalen Engagements sind», schrieb die britische Parlamentarische Staatssekretärin für die Überseegebiete, Uma Kumara, auf der Plattform X.

Auf welche Weise der diplomatische Protest übermittelt wurde, wird in der Mitteilung nicht präzisiert.

Die Politikerin der regierenden Labour-Partei nahm in ihren Ausführungen Bezug auf die jüngsten Ankündigungen des argentinischen Präsidenten Javier Milei. Dieser hatte zu Wochenbeginn angekündigt, im Rahmen des UN-Seerechtsübereinkommens ein Schiedsverfahren gegen Grossbritannien auf den Weg zu bringen.

Zweifel an Argentiniens Zuverlässigkeit

Sollte London nicht innerhalb von zwei Wochen das Erdölförderungsprojekt «Sea Lion» nördlich der Inselgruppe im Südatlantik einstellen, werde Argentinien sich an den Internationalen Seegerichtshof wenden.

Kumara sieht angesichts eines solchen Verhaltens die Zuverlässigkeit Argentiniens als Partner des Vereinigten Königreichs infrage gestellt.

Die Kelper, wie die Bewohner der Falklandinseln genannt werden, hätten demokratisch über ihre Zukunft entschieden und besässen das uneingeschränkte Recht, ihre natürlichen Ressourcen ohne Einschüchterung zu erschliessen, so Kumara.

Dabei nahm sie Bezug auf das Referendum im Jahr 2013, bei dem 99,8 Prozent der Inselbewohner für einen Verbleib beim Vereinigten Königreich votiert hatten. Argentinien nannte das Ergebnis «irrelevant».

London werde das Recht der Insulaner, über ihre eigene Zukunft zu entscheiden, entschlossen verteidigen, schrieb die Staatssekretärin.

Die Inseln stehen seit 1833 unter britischer Verwaltung. 1982 wurden sie von Argentinien besetzt. Grossbritannien gelang die Rückeroberung. (sda/dpa)

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