Warum Andy Burnham bei seinem Wahlsieg zwischen einem Mülleimer und einem Fuchs posiert
Andy Burnham ist der neue Shootingstar der britischen Politik. Der Labour-Politiker gewann die Nachwahl im Bezirk Makerfield und könnte damit bald Keir Starmer den Posten als Premierminister streitig machen. Auf dem Weg dazu musste Burnham zwei Konkurrenten der ungewohnten Sorte aus dem Weg räumen: einen Mülleimer-Ritter und einen Fuchs.
Zwischen diesen beiden stand Burnham auch, als das Resultat der Wahl verkündet wurde, was für denkwürdige Fotos sorgte. Kurz darauf sorgte der Fuchsmann noch für Unruhe, als er kurz die Siegerrede von Burnham störte, um für den Tierschutz zu demonstrieren.
Andy Burnham’s victory speech has been interrupted by protesters, resulting in the newly elected MP for Makerfield evacuating the stage.
— GB News (@GBNEWS) June 19, 2026
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Doch wer steckt unter den Kostümen? Beim Mülleimer-Ritter handelt es sich um den Comedian Jonathan David Harvey, der kostümiert unter dem Namen «Count Binface» auftritt. Harvey sagt, er sei ein «unabhängiger Weltraumkrieger» und ist schon bei verschiedensten Wahlen angetreten. Seit 2023 gehört er der Count-Binface-Party an. Zu seinen – satirisch gemeinten – politischen Vorschlägen gehören etwa eine Verstaatlichung der Sängerin Adele, das Verbieten von lauten Snacks in Kinos oder die Umbenennung der London Bridge in Phoebe-Waller-Bridge.
Im Fuchskostüm steckt derweil Robert Pownall, ein unabhängiger Kandidat und Tierschützer. Seine Begründung für seine politische Aktivität: «Weil ich dieser Regierung einfach nicht zutraue, etwas für die Tiere zu tun.» Auch in Makersfield zeigte sich Pownall stets mit einem Schild mit der Aufschrift «Protect British Wildlife». Seine politische Karriere ist derweil um einiges jünger als diejenige seines müllgekleideten Kontrahenten: Erst in diesem Jahr kandidierte er erstmals für ein Parlament.
Entsprechend klar war das Verhältnis auch bei der Wahl in Makerfield: «Count Binface» holte 95 Stimmen, womit er den Fuchs mit seinen 18 Stimmen deutlich hinter sich liess. Zu Burnham fehlte aber beiden einiges: Der Labour-Mann kam auf 24'927 Stimmen. (dab)
