International
Grossbritannien

Vorwürfe gegen Andrew: König Charles will Polizei helfen

Vorwürfe gegen Andrew: König Charles will Polizei helfen

09.02.2026, 19:3509.02.2026, 19:35

Der britische König Charles III. will die Polizei bei etwaigen Ermittlungen gegen den früheren Prinzen Andrew unterstützen. Das teilte der Buckingham-Palast mit. Der König habe seine tiefe Besorgnis über die Vorwürfe hinsichtlich des Verhaltens seines Bruders bereits durch Worte und ein beispielloses Vorgehen deutlich gemacht, sagte ein Sprecher der Mitteilung zufolge.

KEYPIX - epa12719486 Britain's King Charles III waves as he departs from Clitheroe Station during a visit to Lancashire, in Clitheroe, Britain, 09 February 2026. EPA/ADAM VAUGHAN
König Charles will der Polizei unter die Arme greifen.Bild: keystone

Er fügte hinzu:

«Die konkreten Vorwürfe sind von Herrn Mountbatten-Windsor zu klären. Sollte sich die Thames Valley Police an uns wenden, stehen wir bereit, sie zu unterstützen, wie es sich gehört.»

Die Gedanken und Sympathien des Königspaars seien stets bei den Opfern jeglichen Missbrauchs, hiess es in der Mitteilung weiter.

Hat sich Andrew strafbar gemacht?

Die für Windsor zuständige Polizeibehörde hatte zuvor mitgeteilt, sie prüfe Vorwürfe, wonach Andrew in seiner früheren Rolle als Handelsbeauftragter vertrauliche Dokumente an den verstorbenen US-Multimillionär Jeffrey Epstein weitergeleitet haben könnte. Britische Medien hatten in den Epstein-Akten E-Mails entdeckt, die nahelegen, dass Andrew etwa Berichte offizieller Besuche in Hongkong, Vietnam und Singapur an den Sexualstraftäter weiterleitete. Ob sich Andrew damit selbst strafbar gemacht haben könnte, war zunächst unklar.

Andrew hat wegen seiner angeblichen Verwicklung in den Missbrauchsskandal um Epstein alle Ehren, militärische Ränge und Titel verloren. Epstein-Opfer Virginia Giuffre hatte Andrew vorgeworfen, sie mehrmals missbraucht zu haben, darunter auch, als sie noch minderjährig war. Er stritt alle Vorwürfe stets ab, doch eine Zivilklage Giuffres endete im Vergleich. Zuletzt wurde ihm von Charles sogar der durch Geburt erworbene Titel «Prinz» aberkannt. Er heisst nun nur noch Andrew Mountbatten-Windsor. Zudem musste er aus dem luxuriösen Anwesen Royal Lodge auf dem Gelände von Schloss Windsor ausziehen. (hkl/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Bolsonaro-Partei erkennt Lulas Sieg an – Ausreiseverbot für Bolsonaro
Die Partei von Flávio Bolsonaro erkennt den Wahlsieg von Luiz Inácio Lula da Silva unter Vorbehalt an. Der unterlegene Kandidat selbst geht juristisch gegen Lula vor – und darf wegen eines Geldwäscheverfahrens Brasilien vorerst nicht verlassen.
Die Liberale Partei (PL) des unterlegenen Präsidentschaftskandidaten Flávio Bolsonaro hat das Ergebnis der brasilianischen Stichwahl anerkannt. Der ursprünglichen Forderung Bolsonaros, die gesamte Wahl annullieren zu lassen, schloss sich die Partei damit nicht an.
Zur Story