International
Grossbritannien

King Charles erntet Kritik wegen Video

Kaum König, schon «arrogant»: King Charles erntet Kritik wegen Video

King Charles III. muss Kritik einstecken. TV-Kameras hielten die königlichen Umgangsformen gegenüber Palastangestellten bei der Proklamation fest.
11.09.2022, 12:5111.09.2022, 15:15

Der neue britische Monarch, King Charles III., hatte es nicht leicht: Er übernahm den Thron seiner Mutter im Wissen darüber, dass er nicht dieselbe Beliebtheit geniessen wird wie Queen Elizabeth II. Seine erste TV-Ansprache am Freitag glückte zwar dank viel Pathos und Emotionen. Schon am Samstag gab er aber neuen Grund zur Kritik.

Auslöser war die prunkvolle Zeremonie zur Ausrufung des neuen Königs: Zwei Videos machten am Samstag die Runde, auf denen zu sehen ist, wie er die Angestellte des St.-James’s-Palasts in London mit hektischen Bewegungen anweist, Tintenfässer und die Schachtel seiner Schreibfeder wegzuräumen.

Video: extern / rest/bbc

Eine Twitter-Userin schrieb dazu hämisch:

«Der Diener muss meinen Schreibtisch für mich abräumen. Man kann von mir nicht erwarten, dass ich Dinge umräume.»

Wie eingangs erwähnt, gab es auch einen zweiten Moment: Eine Kamera hielt fest, wie er erneut einen Palastangestellten auffordert, das Etui seiner Schreibfeder vom Tisch zu entfernen. King Charles III. verzieht dabei das Gesicht, so, als wolle er seiner Forderung Nachdruck verleihen.

Die Szenen kamen nicht gut an. Dass diese überhaupt weltweit gesehen werden konnten, hatte übrigens damit zu tun, dass die Proklamation erstmals live im Fernsehen übertragen wurde. Diese «Ausrufung als König» fand vor dem sogenannten Accession Council statt. King Charles III. versprach dort, er wolle dem «inspirierenden Vorbild» seiner Mutter folgen und bis zu seinem Lebensende dienen.

Geklappt hat das nicht ganz: Die britische Öffentlichkeit diskutiert seither über den «Arroganzanfall».

(pit)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Restaurants in Sardinien verbieten Familien das Handy am Tisch
Eine Gruppe sardinischer Restaurants verbietet Familien das Nutzen von Handys und Bildschirmgeräten. Das Ziel ist es, Eltern und Kinder beim Essen zum Gespräch anzuregen.
Insgesamt 15 Restaurants in Sardinien haben sich zusammengetan und verbieten nun die Nutzung von Handys und anderen Bildschirm-Geräten. Damit möchten sie die Kommunikation und Interaktion während des Essens fördern, schreibt «The Guardian».
Zur Story