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Grossbritannien

Neue Spendenvorwürfe erschüttern Rechtspopulisten um Farage

epa13117473 Reform UK leader Nigel Farage speaks at the CPAC GB conference in London, Britain, 17 July 2026. Hard-right political figures are gathering in London for the inaugural British spin-off of  ...
Zwei hochrangige Funktionäre legten am Morgen ihre Parteiämter nieder, darunter ein enger Berater von Farage. Er selber steht ebenfalls unter Druck.Bild: keystone

Neue Spendenvorwürfe in Grossbritannien erschüttern Rechtspopulisten um Farage

Grossbritanniens rechtspopulistische Partei Reform UK ist in einen weiteren mutmasslichen Spendenskandal verwickelt.
04.09.2026, 10:5404.09.2026, 12:24

Eine Dokumentation des Senders Channel 4 News legt nahe, dass sich die Partei des Brexit-Vorkämpfers Nigel Farage Gelder eines ausländischen Unternehmers sichern wollte. Zwei hochrangige Funktionäre legten am Morgen ihre Parteiämter nieder, darunter ein enger Berater von Farage.

«Reform UK hat nach der Ausstrahlung einer Sendung von Channel 4 News eine Untersuchung eingeleitet», sagte ein Sprecher der Nachrichtenagentur PA zufolge. Der Vorsitzende der Partei, Lee Anderson, sagte bei Sky News, es gebe keine Chance für die beiden, zu Reform zurückzukehren.

Im Kern geht es in der Doku um den Verdacht, dass die Parteifunktionäre Wege gesucht haben sollen, ausländische Gelder unter Umgehung der britischen Spendenregeln für die Partei nutzbar zu machen. Annehmen wollten sie es von einem vermeintlichen US-amerikanischen Unternehmer und dessen Sohn - dabei handelte es sich aber um verdeckte Reporter der Investigativgruppe «Verbatim Investigations». Labour und die Liberaldemokraten meldeten die Vorwürfe der Metropolitan Police. Die britische Wahlkommission prüft die Vorwürfe und steht dazu nach eigenen Angaben mit der Polizei in Kontakt.

Auch Farage im Zentrum einer Spendenaffäre

Der Bericht trifft die rechtspopulistische Partie während ihrer Jahreskonferenz in Birmingham, die bis Samstag geht. Heute (16.50 Uhr MESZ) wird eine Rede von Farage erwartet. Der 62-Jährige steht selbst im Zentrum einer Spendenaffäre. Ihm wird vorgeworfen, kurz vor seiner Wahl zum Abgeordneten im Jahr 2024 ein Geldgeschenk in Höhe von fünf Millionen Pfund (rund 6,4 Mio. Franken) angenommen, aber nicht als Spende deklariert zu haben. Farage weist die Vorwürfe zurück und sagt, es habe sich um ein persönliches Geschenk ohne Bedingungen gehandelt.

Im Sommer war Farage wegen der Vorwürfe und der daraus resultierenden Untersuchung von seinem Parlamentssitz zurückgetreten, er liess sich in der nötig gewordenen Nachwahl im Wahlkreis Clacton aber erneut wählen. Beobachter sehen den Reform-Chef inzwischen als geschwächt an, in Umfragen ist Reform nicht mehr so stark wie vor einigen Monaten. (sda/dpa)

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78 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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PVJ
04.09.2026 11:22registriert Februar 2014
Irgendwie seltsam, dass diese Korruptionsfälle in der Politik fast immer Rechtspopulisten betreffen.

Aber vermutlich sind das alles nur Einzelfälle, die von den linksextremen Mainstreammedien hochgepusht werden. /s
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Reinhard51
04.09.2026 11:38registriert November 2025
Korruption ist in der DNA der Rechten, nicht nur in UK.
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Kunigaikštis Vytautas
04.09.2026 11:26registriert September 2023
Können die Rechtspopulisten bitte mal fünf Minuten lang nicht korrupt sein - ist das zuviel verlangt!?
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