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MI5: Mehr Mittel gegen Staatsbedrohungen als im Kalten Krieg

MI5: Mehr Mittel gegen Staatsbedrohungen als im Kalten Krieg

13.10.2026, 19:3513.10.2026, 19:35
Director General of MI5 Sir Ken McCallum speaking at Thames House, the headquarters of the UK's Security Service in London, Tuesday Oct. 13, 2026. (Jonathan Brady/PA via AP)
Ken McCallum
Ken McCallum ist Generaldirektor des britischen MI5.Bild: keystone

Der britische Inlandsgeheimdienst MI5 wendet nach Angaben seines Chefs Ken McCallum 2026 mehr Ressourcen für die Abwehr staatlicher Bedrohungen auf als zur Zeit des Kalten Krieges. Das sagte McCallum bei der Vorstellung des jährlichen Berichts zur Bedrohungslage in London.

Die Zahl der vom MI5 behandelten Fälle im Zusammenhang mit staatlich gesteuerten Bedrohungen habe sich im letzten Jahrzehnt vervierfacht, erläuterte er. Britische Behörden melden immer wieder teils gewaltsame Vorfälle, hinter denen Drahtzieher im Auftrag von Staaten wie dem Iran oder Russland vermutet werden. Dazu zählen etwa Spionage, Sabotage und gewaltsame Angriffe wie Brandanschläge.

Für Aufsehen sorgte zuletzt ein Vorfall bei dem von der US-Luftwaffe genutzten britischen Militärstützpunkt RAF Fairford, hinter dem laut Premierminister Andy Burnham mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit der Iran steckt. Ende September waren nahe der Militärbasis zunächst fünf Männer festgenommen worden, später zwei weitere Verdächtige. Alle sieben kamen inzwischen unter Auflagen wieder frei. Sie werden der Vorbereitung einer terroristischen Tat verdächtigt.

McCallum: Russland bleibt «Aggressor Nummer eins»

Vorfälle wie diese seien «kein Einzelfall», sagte McCallum der Nachrichtenagentur PA zufolge. Teheran nehme zunehmend härtere Ziele wie militärische Einrichtungen ins Visier. «Diejenigen, die auf britischen Strassen Chaos stiften wollen – seien es hier angeheuerte Verbrecher oder ihre Geldgeber im Ausland – werden auf eine unnachgiebige Reaktion stossen», warnte er.

Der russische Staat bleibe jedoch der «Aggressor Nummer eins» und gehe weiter aggressiv gegen Grossbritannien und dessen Verbündete vor. Dabei müsse man genauer hinsehen: Es sei kein Zufall, dass Moskau europäische Staaten destabilisieren wolle, «während ihre militärischen Fortschritte in der Ukraine minimal und mit entsetzlich hohen Kosten verbunden sind». (sda/dpa)

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