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International
Holland

Amsterdam will dem Cannabis-Tourismus ein Ende setzen

epa09892794 Foreign tourists smoke weed at a coffee shop in Amsterdam, the Netherlands, 16 April 2022. Amsterdam authorities want to ban coffee shops for foreign tourists to prevent drug nuisance in t ...
Die laschen Cannabis-Gesetze locken vielen Touristen nach Amsterdam.Bild: keystone

Amsterdam will dem Cannabis-Tourismus ein Ende setzen

In Amsterdam beabsichtigt die Bürgermeisterin dem Cannabis-Tourismus einen Riegel vorzuschieben. Es gibt aber Widerstand.
02.10.2022, 05:4602.10.2022, 10:24
Ein Artikel von
t-online

Die Niederlande sind bekannt für Tulpen, Käse und ihre Küsten. Nicht wenige Touristen kommen aber auch wegen der Coffeeshops, in denen sie bislang Cannabis und daraus gefertigte Produkte erwerben konnten. Vor allem Amsterdam ist bekannt für diese Läden. Jetzt soll damit aber Schluss sein.

Die Bürgermeisterin der Stadt, Femke Halsema, will jetzt Touristen aus diesen Einrichtungen verbannen – zumindest temporär. Damit wendet sie ein landesweites Gesetz gegen Ausländer in Coffeeshops an, von dem ihre Stadt aber bislang noch ausgenommen wurde. Diese Sonderrolle – genannt i-Kriterium – soll jetzt ein Ende haben.

Lokalpolitiker nicht überzeugt

Widerstand kommt von Ladenbesitzern, aber auch Lokalpolitikern. Der Stadtrat hatte vergangene Woche über das Thema debattiert. Eine Mehrheit erklärte nach Angaben der niederländischen Nachrichtenseite «Dutchnews.nl», gegen eine Verbannung stimmen zu wollen. Darüber kann sich aber Halsema qua Amt hinwegsetzen.

epa09829895 Amsterdam Mayor Femke Halsema addresses the press during the election evening of the municipality of Amsterdam, The Netherlands, 16 March 2022. EPA/JEROEN JUMELET
Die Amsterdamer Bürgermeisterin Femke Halsema.Bild: keystone

Nach einem Bericht des britischen «Guardian» will die Bürgermeisterin gegen den Sektor der weichen Drogen, Belästigungen durch Touristen und Drogenkriminalität vorgehen. Zwar sind Verkauf und Gebrauch der Drogen in den Shops toleriert, der kommerzielle Handel aber nicht. Das könne zu Käufen von kriminellen Banden führen.

Fatihya Abdi, Politiker der Labour PvdA, sagte laut «Dutchnews.nl», die grösste Partei werde den Vorschlag der Bürgermeisterin nicht unterstützen, weil es keine «ausreichenden Garantien» gebe, dass die Stadt den Strassenhandelreduzieren und die Strassen besser überwachen würde.

Ein Coffeeshop in Amsterdam. Dort kann man Weed kaufen.
Nicht nur für Grachten, sondern auch für Coffee-Shops bekannt: Amsterdam. Bild: Shutterstock

Gegner befürchten mehr Strassenhandel

Sheher Khan, Ratsmitglied und Vorsitzender der Denk-Partei, fügte hinzu, dass es keine «solide» Begründung dafür gebe, dass weiche Drogen den Handel mit harten Drogen unterstützten. Seine Partei ist in erster Linie besorgt, dass die Nachfrage nach Cannabis anhalten wird, was zu mehr Strassenhandel führen würde.

Schon im Januar hatte die Stadtverwaltung angekündigt, bei den Coffeeshops durchzugreifen. Allerdings wartete man auf die Zustimmung des Stadtparlaments. In Amsterdam gibt es 166 Coffeeshops, die Mehrzahl soll Touristen als Kunden haben. (t-online, wan)

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Darf man nach dem CBD-Konsum noch Autofahren?

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27 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Lisaleh
02.10.2022 06:28registriert November 2016
Kommt diese Nachricht nicht alle paar Jahre in den News und am Ende ändert sich doch nichts?
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Chätzlipfötli
02.10.2022 07:55registriert Juni 2022
einfacher wäre es ja, wenn die Herkunftsländer der Touristen endlich vernüftige Drogengesetze hätten. Dass dies in Europa niemand einsieht, nachdem die halbe USA und Kanada nachgezogen sind befremdet sehr. Die USA liberaler als Europa: das spricht doch Bände.
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Trouble
02.10.2022 07:10registriert Februar 2016
"Zwar sind Verkauf und Gebrauch der Drogen in den Shops toleriert, der kommerzielle Handel aber nicht." – Wäre es da nicht einfacher, den Handel zu legalisieren?
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