International
Homosexualität

Neuseeland verbietet «Heilung» von Homosexuellen

Neuseeland verbietet «Heilung» von Homosexuellen

16.02.2022, 07:2716.02.2022, 17:27

Neuseeland verbietet ab sofort dubiose Therapien zur angeblichen Heilung von Homosexualität. Ein entsprechendes Gesetz ist am Dienstag vom Parlament in Wellington verabschiedet worden. Damit löste Ministerpräsidentin Jacinda Ardern ein Wahlversprechen aus dem Jahr 2020 ein. «Konversionspraktiken haben keinen Platz im modernen Neuseeland», sagte Justizminister Kris Faafoi. Er sprach von einem «grossartigen Tag» für die LGBTQ-Gemeinschaft in dem Pazifikstaat.

Axel poses for photo standing over subway air vents backdropped by a rainbow banner during a picnic organized by the Integration and Homosexual Liberation movement to mark Valentine
Bild: keystone

«Durch das Verbot von Konversionspraktiken in Neuseeland schliessen wir uns anderen Ländern auf der ganzen Welt an, um die klare Botschaft zu senden, dass alle Menschen – einschliesslich junger Menschen – es verdienen, geschützt zu werden, unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung, ihrer Geschlechtsidentität oder ihrem Geschlechtsausdruck», betonte Faafoi. Auf die Praktiken stehen künftig bis zu fünf Jahre Haft.

In vielen Ländern sind «Konversionstherapien» bereits verboten, darunter in Kanada, Frankreich und Israel. Deutschland hatte im Jahr 2020 ein Teilverbot beschlossen. Seither sind diese «Behandlungen» bei Minderjährigen komplett untersagt, bei Volljährigen unter bestimmten Umständen.

(yam/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Diese (Ex-)Fussballer haben sich als homosexuell geoutet
1 / 11
Diese (Ex-)Fussballer haben sich als homosexuell geoutet
Josh CavalloDer Australier outete sich im Oktober 2021 als homosexuell. «Ich bin stolz, dass ich heute öffentlich sagen kann, dass ich schwul bin. Es war eine lange Reise, um an diesen Punkt in meinem Leben zu kommen, aber ich könnte nicht glücklicher sein», so der Mittelfeldspieler.
quelle: keystone / brendon thorne
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Australier stimmen mit grosser Mehrheit für die Homo-Ehe
Das könnte dich auch noch interessieren:
Frankreich unter Spannung am landesweiten Protesttag
In Frankreichs Grossstädten wie Paris haben sich Menschen zu grossen Demonstrationszügen zusammengefunden. Behörden erwarten mehrere Hunderttausend Teilnehmer – wie schon bei Kundgebungen am vergangenen Samstag. Die Sorge vor Ausschreitungen ist gross. Die Polizei von Paris führte zu Beginn des Tages bereits mehr als 1200 Kontrollen an Bahnhöfen und der näheren Umgebung durch, um Störungen der öffentlichen Ordnung zu verhindern. Laut dem französischen Innenministerium gab es bis 14.00 Uhr landesweit 27 Festnahmen.
Zur Story