Es geht wieder los: Angriff auf Tanker in der Strasse von Hormus gemeldet
In der Strasse von Hormus hat sich ein weiterer Angriff auf mindestens einen Tanker ereignet. Das Schiff sei in der Meerenge von einer Drohne getroffen und leicht beschädigt worden, teilte die britische Behörde für Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) am Nachmittag unter Berufung auf «Militärbehörden» mit.
Opfer habe es aber nicht gegeben und das Schiff setze seine Fahrt fort. Es blieb unklar, welche Behörde und welches Land den Angriff meldete.
Fast zeitgleich meldete die Behörde, dass ein Tanker in der Strasse von Hormus von einem «unbekannten Geschoss» getroffen und vermutlich beschädigt worden sei. Es blieb unklar, ob es sich bei beiden Meldungen der Behörde um denselben Vorfall handelte. Unklar blieb auch, wer hinter dem Angriff steckt.
In der Nacht hatte die Behörde bereits einen Angriff in dem Gebiet gemeldet, bei dem nach Angaben der Schiffsbesatzung ein Tanker von einem «unbekannten Geschoss» getroffen wurde. Verletzt worden sei niemand. Das Portal «Axios» berichtete unter Berufung auf zwei US-Beamte, die iranischen Revolutionsgarden hätten mindestens zwei Raketen auf Frachter abgefeuert. Einer der Beamten sagte demnach, zwei Schiffe seien durch den Beschuss stark beschädigt worden.
Katar bestellt Botschafter ein
Als Reaktion auf den Angriff hat Katar den iranischen Vize-Botschafter einbestellt. Der Angriff gefährde die Sicherheit der Schifffahrt und die weltweite Energieversorgung, hiess es in einer Protestnote an den Iran der katarischen Nachrichtenagentur QNA zufolge. Die Note sei heute dem iranischen Vize-Botschafter in Katar, Mohsen Ghanei, überreicht worden.
Der mehr als 300 Meter lange Flüssiggas-Tanker «al-Rekajat» gehört einer Reederei in der katarischen Hauptstadt Doha. Der Beraterfirma EOS Risk Group zufolge brach nach dem Angriff an Bord ein Feuer aus und die Besatzung verliess das Schiff. Die Reederei war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. (sda/dpa)
