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Irans neuer Führer fordert Rache – das wichtigste in drei Punkten

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Seit seiner Ernennung zum obersten Führer im Iran am Sonntag hat sich Modschtaba Chamenei nicht öffentlich gezeigt.Bild: keystone

Irans neuer oberster Führer fordert Rache — Angriffswellen halten an

Knapp zwei Wochen nach dem Start des Kriegs der USA und Israels mit dem Iran halten die Angriffe beider Seiten unvermindert an. Die Golfregion und der Libanon bleiben weiter unter Beschuss.
12.03.2026, 15:1412.03.2026, 15:34

Irans am Sonntag ernannter neuer Religionsführer und Staatsoberhaupt, Modschtaba Chamenei, forderte in einer ersten im Staatsfernsehen verlesenen Stellungnahme Rache für die Kriegsopfer. Der 56-jährige Kleriker betonte ausserdem, dass die Blockierung der für den Öltransport und die Handelsschifffahrt wichtigen Strasse von Hormus fortgesetzt werde.

Irans Streitkräfte feuerten eine neue Welle an Raketen auf Ziele in Israel, wie die iranische Nachrichtenagentur Mehr berichtete. Ausserdem wurden mit Kampfdrohnen militärische Ziele in Israel attackiert, wie es in einer vom staatlichen iranischen Rundfunk verbreiteten Erklärung hiess. In Israel wurde Raketenalarm ausgelöst.

Bombenregen auf Millionenmetropole Teheran

Neue Bombardierungen der israelischen Luftwaffe in Irans Hauptstadt Teheran lösten unterdessen Sorgen vor Chaos aus. Am späten Mittwochabend kam es zu einer der heftigsten Angriffswellen des Kriegs, wie Bewohner der Millionenmetropole berichteten. Dabei wurden den Angaben nach erstmals auch Ziele auf offener Strasse in der dicht besiedelten Grossstadt bombardiert.

Teheran: Das Gebäude des Expertenrats nach einem Israelischen Raketenangriff. 03.03.2026.
Teheran: Das Gebäude des Expertenrats nach einem Israelischen Raketenangriff. 03.03.2026.Bild: sc/x.com

Laut der Nachrichtenagentur Fars, die den mächtigen Revolutionsgarden nahesteht, kam es in Teheran zu mehreren Explosionen sowie zu nicht näher beschriebenen «Zusammenstössen». Die Agentur warf dem israelischen Auslandsgeheimdienst Mossad vor, Kräfte in das Land eingeschleust zu haben.

Anfang Januar hatte Irans Sicherheitsapparat Massenproteste im Iran gegen die autoritäre Führung noch brutal niedergeschlagen. Die staatlichen Repressionskräfte, darunter auch die berüchtigten Basidsch-Einheiten, sollen dabei Tausende Demonstranten getötet haben. Aus einigen Häusern riefen Bewohner der Millionenmetropole während der Angriffe wieder Protestslogans. «Tod den Basidsch» war auf Aufnahmen in den sozialen Medien zu hören.

Energieinfrastruktur weiter unter Beschuss

Währenddessen setzte der Iran seinen Beschuss der wichtigen Energieinfrastruktur in der Region fort. In Bahrain griff der Iran nach Angaben örtlicher Behörden Treibstofflager nahe dem internationalen Flughafen an. Im Oman wurden Treibstofftanks im Hafen von Salala von Drohnen getroffen.

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Das unter thailändischer Flagge fahrende Frachtschiff Mayuree Naree in Flammen, nachdem es am 11. März 2026 in der Strasse von Hormuz, Iran, von iranischen Raketen getroffen wurde.Bild: keystone

Die Gefahr durch iranische Raketen und Drohnen hat die Handelsschifffahrt in der Region seit Kriegsbeginn fast komplett zum Erliegen gebracht. Der Krieg schaffe die «grösste Versorgungsstörung in der Geschichte des globalen Ölmarktes», teilte die Internationale Energieagentur IEA mit.

Die Vereinigten Arabischen Emirate erklärten am frühen Morgen, die Luftabwehr bekämpfe eine Bedrohung durch Raketen. In Dubai stürzte in der Nacht zudem eine Drohne auf ein Wohngebäude. Ein Brand wurde unter Kontrolle gebracht, niemand wurde verletzt, wie die Behörden mitteilten.

Saudi-Arabien meldete in der Nacht, dass im Osten des Landes 18 Drohnen abgefangen und zerstört worden seien. Das kuwaitische Verteidigungsministerium teilte mit, die Luftabwehr des Golfstaats habe eine Reihe feindlicher Drohnen abgefangen, die in den Luftraum im Norden des Landes eingedrungen seien.

Krieg zwischen Hisbollah und Israel im Libanon dauert an

Auch im Krieg zwischen der Hisbollah im Libanon und Israel ist kein Ende in Sicht. Beide überzogen sich in der Nacht erneut mit gegenseitigen Angriffen. Nach Angaben eines israelischen Armeesprechers wurden dabei rund 200 Raketen und 20 Drohnen aus dem Libanon abgefeuert. Die Hisbollah ihrerseits hatte zuvor den Start einer neuen Operation angekündigt und mehrere Raketenangriffe auf Israel für sich reklamiert.

KEYPIX - Smoke and flames rise from buildings following an Israeli airstrike in Dahiyeh, Beirut's southern suburbs, Lebanon, Wednesday, March 11, 2026. (AP Photo/Bilal Hussein)
Rauch und Flammen steigen aus Gebäuden auf, nachdem Israel am Mittwoch, dem 11. März 2026, einen Luftangriff auf Dahiyeh, einen Vorort im Süden von Beirut im Libanon, geflogen hat.Bild: keystone

Derweil zerstörten die israelischen Streitkräfte bei einer heftigen Angriffswelle auf den Libanon nach eigenen Angaben Dutzende Stellungen der proiranischen Hisbollah. Demnach griffen die Streitkräfte auch zahlreiche Raketenabschussrampen und Dutzende Hisbollah-Kämpfer an, die den Angaben zufolge Attacken auf Israel vorbereiteten. Bei den Angriffen wurden nach libanesischen Behördenangaben mindestens elf Menschen getötet.

Etliche Opfer in Golfregion

Bei Irans Angriffen in der Golfregion stehen die Vereinigten Arabischen Emirate bisher am stärksten unter Beschuss. Die Luftabwehr fing dort etwa 270 Raketen, 1.500 Drohnen und 15 Marschflugkörper ab. Dutzende Raketen und Drohnen trafen aber auch Ziele in den Emiraten, darunter in den Metropolen Dubai und Abu Dhabi. Sechs Menschen wurden getötet und etwa 130 weitere verletzt.

Stark greift Iran auch den kleinen Golfstaat Kuwait an. Dort wurden sechs US-Soldaten und zwei örtliche Sicherheitskräfte getötet und mehr als 60 Mitglieder der örtlichen Streitkräfte verletzt. Kuwait wurde nach eigenen Angaben mit mehr als 220 Raketen und 400 Drohnen angegriffen. In Bahrain wurden bisher etwa 110 Raketen und 180 Drohnen abgefangen. Zwei Menschen wurden getötet. Auch in Saudi-Arabien und im Oman kam es zu wiederholten Angriffen und vereinzelt auch Toten.

Deutlich höher sind die Opferzahlen im Libanon, wo nach offiziellen Angaben mehr als 630 Menschen getötet wurden. Zudem gibt es auch Angriffe im Irak, bei denen teilweise auch Tote und Verletzte gemeldet werden. (sda/dpa)

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Der Krieg im Iran hat zur Folge, dass die Ölpreise weltweit steigen.

quelle: keystone / altaf qadri
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Die beliebtesten Kommentare
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I.Win
12.03.2026 15:25registriert Mai 2025
Ja merci Herr Friedenspräsident, wer soll die Suppe diesmal auslöffeln?!
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Idealisst, Fabulisst, Alchemisst
12.03.2026 15:31registriert Januar 2014
Der Dealmaker Trump hat hier Partner «am Tisch», die er komplett falsch einschätzt. Hier geht es nicht um Gewinn, um Profit, um Vorteile, um «den Deal». Hier sind Ideologie, Religion und der Ruhm eines Märtyrertodes im Vordergrund. Da hilft es auch nicht, einzelne Marineschiffe zu versenken. Die Revolutionsgarden werden kämpfen, bis die letzte Patrone verschossen und die letzte Drohne gestartet wurde. Und ich befürchte, das wird nicht schon morgen sein ...
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Wolfgang Bumbuy
12.03.2026 15:34registriert November 2024
Die Kosten fùr Sichrheit während der WM sind gerade durch die Decke gegangen.
Die Minen die der Iran in der Strasse von Hormus verlegt, sind nicht so einfach zu beseitigen , während man mit beschuss rechnen muss.
Der Iran ist kein leichter Gegner wie Venezuela. Trump hat keine Ahnung was er da, zusammen mit den Israelis , losgetreten hat.
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