International
Iran

Katar dementiert Gefangennahme iranischer Piloten

Katar dementiert Gefangennahme iranischer Piloten

Katar hat die Darstellung des Irans zurückgewiesen, Piloten aus dem Land gefangenzuhalten.
15.08.2026, 22:5815.08.2026, 22:58

Der Sprecher des Aussenministeriums, Madschid al-Ansari, drückte in einer Mitteilung auf der Plattform X zugleich Verwunderung über die «irreführenden Aussagen» zu einem Zeitpunkt aus, in der diplomatische Bemühungen liefen, um die Spannungen in der Region zu deeskalieren. Katar vermittelt neben Pakistan im Konflikt zwischen dem Iran und den USA.

epa12380995 Qatar Foreign Mininstry spokesperson Majed al-Ansari speaks at a press conference after the emergency Arab-Islamic summit to discuss the Israeli attack on Qatar in Doha, Qatar, 15 Septembe ...
Die katarische Regierung weist die Vorwürfe aus dem Iran zurückBild: keystone

Iranische Medien hatten am Samstag eine Stellungnahme des Leiters des Ausschusses für vermisste Personen beim Generalstab der iranischen Streitkräfte verbreitet. Darin wird behauptet, dass die katarischen Streitkräfte drei iranische Piloten gefangen nahmen, nachdem ihre Kampfflugzeuge kurz nach Beginn des Iran-Kriegs abgestürzt waren. Das Schreiben, in dem nach iranischen Medienberichten auch angeprangert wurde, dass die katarische Regierung den angeblichen Gefangenen nicht erlaube, ihre Familien oder mit ihrem Fall befasste iranische Vertreter zu kontaktieren oder zu treffen, soll an das internationale Rote Kreuz gerichtet worden sein.

Im Juni hatte der Iran schon davon gesprochen, keine Informationen über den Verbleib der Piloten zu haben. Damals hiess es, die iranischen SU-24 Kampfjets seien bei einem Angriff auf den US-Militärstützpunkt al-Udeid von katarischen Jets abgefangen worden. Früh im Iran-Krieg hatte die Islamische Republik die Basis mit Raketen getroffen.

Aus der Reaktion des Sprechers des katarischen Aussenministeriums geht nun hervor, dass die Streitkräfte Luftverteidigungsmassnahmen gegen die iranischen Kampfflugzeuge ergriffen – diese also möglicherweise abschossen – nachdem sie in den Luftraum des Landes eingedrungen waren. Such- und Rettungsteams hätten anschliessend die sterblichen Überreste eines Piloten gefunden, schrieb al-Ansari. Es sei Kontakt zum Iran aufgenommen worden, um die Übergabe zu koordinieren. Katar habe auch ein iranisches Team eingeladen, um sich über die Einzelheiten der Such- und Rettungsmassnahmen zu informieren. Die Einladung sei jedoch unbeantwortet geblieben. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
2 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2
Aufatmen in Ceuta: Trotz Netz-Aufrufen kein neuer Ansturm – 294 Festnahmen
Der befürchtete neue Ansturm von Migranten auf die spanische Nordafrika-Exklave Ceuta ist ausgeblieben. Trotz Aufrufen in Online-Netzwerken, erneut wie schon Ende Juli in Massen die Grenze zu überwinden, blieb die Lage am Wochenende ruhig. Spanien und vor allem Marokko hatten ihre Sicherheitsvorkehrungen im Vorfeld deutlich verstärkt.
Zur Story