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Regierungsanhänger im Iran demonstrieren vor ehemaliger US-Botschaft

A woman is painted on a her face during a protest against the death of Mahsa Amini, a woman who died while in police custody in Iran, during a rally in central Rome, Saturday, Oct. 29, 2022. (AP Photo ...
Eine Demonstrantin, die gegen das Regime ist, während einer Kundgebung in Rom, 29. Oktober 2022.Bild: keystone

«Nieder mit Amerika» – Regime-Anhänger im Iran demonstrieren vor ehemaliger US-Botschaft

04.11.2022, 10:3804.11.2022, 14:56

Im Iran sind zum Jahrestag der Besetzung der US-Botschaft in Teheran 1979 Tausende Regierungsanhänger auf die Strassen gegangen.

Vor dem früheren Gelände der Botschaft in der Hauptstadt Teheran versammelten sich viele Demonstranten. Präsident Ebrahim Raisi wandte sich in einer im Staatsfernsehen übertragenen Rede an US-Präsident Joe Biden und sagte:

«Herr Präsident, Iran ist vor 43 Jahren frei geworden und entschlossen, nicht euer Gefangener zu sein. Und wir werden nie eine Melkkuh sein.»

Immer wieder wurde seine Rede vom Ruf «Nieder mit Amerika!»unterbrochen.

epa10222334 Iranian president Ebrahim Raisi (L) speaks during a parliament session at the Islamic Consultative Assembly in Tehran, Iran, 04 October 2022. On 03 October, the Iranian supreme leader Ayat ...
Präsident Ebrahim Raisi.Bild: keystone

Die Stürmung der US-Botschaft durch Studenten und die darauf folgende Geiselnahme am 4. November 1979 hat die Beziehungen zwischen dem Iran und den USA nachhaltig beeinträchtigt. Die Geiselnehmer hielten 52 Amerikaner 444 Tage lang gefangen. Danach trat die Schweiz als Vermittler der US-Interessen in Teheran auf.

Seit mehr als sechs Wochen demonstrieren im Iran Zehntausende gegen den repressiven Regierungskurs und die Islamische Republik. Die Proteste sind inzwischen zu einem der grösste Belastungstest für die Führung des Landes seit Staatsgründung geworden.

Auslöser war der Tod der jungen iranischen Kurdin Mahsa Amini Mitte September. Sie starb im Polizeigewahrsam, nachdem sie wegen Verstosses gegen die islamischen Kleidungsvorschriften verhaftet worden war. Nach Angaben von Menschenrechtlern wurden im Rahmen der Proteste mehr als 280 Menschen getötet und mehr als 14'000 verhaftet.

(yam/sda/dpa)

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