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Trump lässt in KI-Video Irans Ölinsel Charg zerbomben

President Donald Trump gives a thumbs up after arriving on Air Force One, Friday, Aug. 28, 2026, at Joint Base Andrews, Md. (AP Photo/Mark Schiefelbein)
Donald Trump
Lässt gerne mit KI spielen: US-Präsident Donald Trump.Bild: keystone

US-Präsident provoziert: Trump lässt in KI-Video Irans Ölinsel Charg zerbomben

Der US-Präsident sorgt (wieder einmal) mit einem KI-generierten Video für Aufsehen: Es zeigt, wie die USA die iranische Ölinsel Charg zerbomben. Kurz zuvor hatten die Amerikaner tatsächlich eine andere Insel angegriffen.
31.08.2026, 08:5631.08.2026, 09:01
Marisa Lattemann / t-online
Ein Artikel von
t-online

Donald Trump hat am frühen Montagmorgen (MESZ) ein mit künstlicher Intelligenz generiertes Video auf Social Media veröffentlicht, in dem ein vom Meer umgebenes Industriegebiet beschossen wird. Explosionen und Brände sind die Folge. Darunter schrieb der US-Präsident «Charg Island wird in Stücke gesprengt!». Charg ist eine iranische Insel, von der aus das Land Öl exportiert.

Der Beitrag des US-Präsidenten erschien Stunden, nachdem US-amerikanische Streitkräfte Raketenwerfer auf der ebenfalls iranischen Insel Larak angegriffen hatten. Ob eine Verwechslung der beiden Inseln vorliegt oder Trump gezielt nun auch Charg droht, ist unklar.

Dieses Video postete Trump in den sozialen Medien.Video: watson

Trump zeigt die Zerstörung von Charg – per KI

Das Video, das Trump auf seiner eigenen Plattform Truth Social postete, zeigt aus der Perspektive des Innenraums eines Militärhubschraubers, wie mehrere Raketen aus diffus wirkenden Richtungen Explosionen in Industriegebäuden und auf einem am Hafen liegenden Schiff auslösen. Bevor die Flammen die Scheiben des Hubschraubers erreichen können, bricht das nur wenige Sekunden lange Video ab.

Offenbar in der gleichen Stunde postete Trump noch ein weiteres KI-Video, das dem Inhalt des ersten stark ähnelt und nur eine leichte perspektivische Annäherung an den Explosionsherd beinhaltet. Zu dem zweiten Video schrieb Trump nichts. Beide Videos sind zwar als KI-generiert zu erkennen, nicht aber als solche gekennzeichnet.

Die Insel Charg wickelt normalerweise fast 90 Prozent der iranischen Rohölexporte ab, da sie über einen Tiefwasserzugang für grosse Öltanker verfügt. Laut Angaben des Schiffsverfolgungsunternehmens Kpler und dem Beratungsunternehmen Energy Aspects ist der Betrieb seit Ende Juli inaktiv. Das deckt sich mit den Satellitenbildern des maritimen Aufklärungsunternehmens Windward, die zeigen, dass alle drei Ladeplätze in Charg über einen längeren Zeitraum unbesetzt geblieben waren.

Die Spannungen zwischen dem Iran und den USA sind, trotz im Juni getroffener Rahmenvereinbarung, seit Kriegsbeginn Ende Februar hoch geblieben.

Verwendete Quellen:

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