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epa04975065 Israeli security personnel at the scene next to the Israeli Police Headquarters in Jerusalem, Israeli, 12 October 2015, after a Palestinian female attacked an Israeli police officer and wounded him slightly before he manged to shoot and injure her. According to police the woman injured one policeman lightly when he stopped her for an identity check and then he managed to shoot her, injuring her moderately. A shot while elater another Palestinian stabbing occurred in the East Jerusalem neighborhood of Pizgat Ze'ev, injuring a 13-year-old Israeli boy, who is in critical condition.  EPA/ATEF SAFADI

Israelische Sicherheitskräfte bewachen das Gebiet um die Polizeihauptwache
Bild: ATEF SAFADI/EPA/KEYSTONE

Schon wieder Messerattacken in Jerusalem – zwei Angreifer erschossen



In Jerusalem sind am Montag vier weitere Messerattacken auf Israelis verübt worden. Ein 18-Jähriger aus Ostjerusalem wurde nach Polizeiangaben unweit des Löwentors erschossen, nachdem er auf einen Polizisten eingestochen hatte. Dank seiner Schutzweste blieb der Polizist unverletzt.

Ausserdem verletzte eine 17-Jährige nahe der Polizeizentrale einen Grenzschützer leicht mit einem Messer. Der Grenzschützer setzte sich gegen den Messerangriff der jungen Frau selbst zur Wehr und verletzte sie. Die 17-Jährige wurde ins Krankenhaus gebracht.

Und bei einer Attacke in der Siedlung Pisgat Seev wurden zudem ein 16- und ein 20-jähriger Jude schwer verletzt. An der Messerattacke beteiligten sich zwei Angreifer. Einer von ihnen wurde nach Polizeiangaben getötet, der andere schwer verletzt.

Bei der vierten Messerattacke auf einen Soldaten in einem Bus erschossen Sicherheitskräfte nach Polizeiangaben den arabischen Täter. Der Soldat wurde demnach leicht verletzt. Ob es sich bei dem Täter um einen Palästinenser oder einen arabischen Israeli handelte, wurde nicht mitgeteilt.

Erst am Sonntag hatte ein israelischer Araber bei einer Messerattacke in einem nordisraelischen Kibbuz vier Israelis verletzt. Der 20-Jährige war zunächst mit seinem Auto in den Kibbuz Gan Schmuel gerast und stach dann auf die Juden ein, wie die Polizei mitteilte. Eine 19-Jährige wurde lebensgefährlich verletzt, ein 14-jähriges Mädchen und zwei Männer im Alter von 20 und 45 Jahren wurden leichter verletzt. Der Angreifer wurde festgenommen.

RAMALLAH, WEST BANK - OCTOBER 12:  Youths with toy guns attend the funeral of Ahmad Sharake who was shot during clashes with Israeli forces yesterday afternoon, on October 12, 2015 in Jelazun refugee camp, near Ramallah, West Bank. Tensions in the area continue to run high following a speight of stabbing attacks that have occurred around Israel in clashes between Palestinian youths and Israeli security forces. A Palestinian boy was killed in clashes in the West Bank whilst a pregnant woman and her daughter were also killed in Gaza following an Israel Air Force strike. (Photo by Ilia Yefimovich/Getty Images)

Jugendliche Palästinenser mit Spielzeugwaffen auf dem Weg zur Beerdigung des getöteten 13-Jährigen.
Bild: Getty Images Europe

Palästinenser-Junge beigesetzt

Seit dem 1. Oktober, an dem im Westjordanland zwei israelische Siedler getötet worden waren, wurden inzwischen bei zahlreichen Zwischenfällen vier weitere Israelis und mehr als 20 Palästinenser getötet. Unter den getöteten Palästinensern waren mehrere, die Messerangriffe auf Juden verübt hatten. Die Gewalt hat auch auf den Gazastreifen übergegriffen.

Ein 13-jähriger palästinensischer Junge, der am Sonntag bei einem Zwischenfall nahe der jüdischen Siedlung Beit El getötet worden war, wurde am Montag im Flüchtlingslager Dschalasun beigesetzt.

Die jüngste Welle der Gewalt hat auch die arabischen Israelis erfasst, die rund 17 Prozent der israelischen Bevölkerung ausmachen, aber weitgehend mit den Palästinensern in den besetzten Gebieten solidarisch sind. Für Dienstag wurden die arabischen Israelis zu einem Generalstreik aufgerufen.

Mogherini warnt vor weiterer Eskalation

Die EU-Aussenbeauftragte Federica Mogherini warnte vor einer weiteren Eskalation der Gewalt in Nahost. Sie habe ihre Besorgnis in Telefonaten mit dem israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu und Palästinenserpräsident Mahmud Abbas zum Ausdruck gebracht.

Die «Terrorakte müssen gestoppt» und «unverhältnismässige Reaktionen vermieden» werden, teilte Mogherini im Kurznachrichtendienst Twitter mit. Sie rief die Konfliktparteien zu einer raschen Wiederbelebung eines «glaubwürdigen politischen Prozesses» auf. Dies sei der einzige Weg, die Situation zu beruhigen.

Die israelische Regierung teilte mit, sie habe beim Video-Portal YouTube das Löschen von Videos erreicht, in denen Messerattacken auf Israelis, Steinwürfe auf israelische Soldaten und andere «Aufrufe zu Gewalt, Hass und Mord» gezeigt wurden.

Israel habe dies bei der Google-Tochter YouTube beantragt, keine direkte Antwort erhalten, aber feststellen können, dass die entsprechenden Videos «gelöscht wurden», sagte Aussenamtssprecher Emmanuel Nahschon. (jas/sda/afp/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • thompson 13.10.2015 23:08
    Highlight Highlight palästinenser sind untereinander so zerstritten, dass ein Staat nicht funktionieren würde.... oder mit Fundis und Terroristen zu einem Syrien wirs
    Lustigerweise sind viele Palis sehr froh um den Staat Israel. Arbeit bei Soda Stream etc. Und unsere Gutmenschen rufen zum Boykott israelischer Produkte auf und schaden so mehr den Palästinenser
  • ferox77 13.10.2015 13:27
    Highlight Highlight Der israelische Staat hat für die Sicherheit seiner Staatsbürger zu sorgen, ob nun Christen, Drusen, Juden oder Araber. Da der Hass und die Gewaltbereitschaft bei den Palästinensern derart tief verankert ist. Manchmal ist es besser, verfeidete Bevölkerungsgruppen gehen sich aus dem Weg.
    Entsprechende Meldungen über Messerattaken in den Pendlerbussen von Palästinensern auf Juden sind allgemein bekannt. Messerattaken von Juden auf Palästinenser hat es in den Bussen allerdings noch nicht gegeben.
    • Zaytoun 13.10.2015 17:37
      Highlight Highlight Das ist die Lösung oder wie jetzt? Würde Israel endlich den Palästinensern einen eigenen Staat gewähren, müsste Israel nicht weiter ihr Apartheitsystem aufrechterhalten und weiter ausbauen.

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