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Japaner dürfen erstmals nach Naraha bei Fukushima zurückkehren



Toshiko Yokota, a 53-year-old homemaker, speaks during an interview in Naraha, Fukushima prefecture, northeastern Japan, Saturday, Sept. 5, 2015. Naraha on Saturday lifted a 2011 evacuation order that sent all its 7,400 residents away after the nearby Fukushima nuclear plant was crippled by a tsunami and spread contamination. Yokota, former resident currently evacuated with her husband in another Fukushima town, said she wants to move back when her abandoned home, damaged by rats, bugs and leakage of rainwater, is cleaned and renovated. (AP Photo/Koji Sasahara)

Die 53-jährige Toshiko Yokota will nach vier Jahren wieder in ihr verlassenes Heim einziehen.
Bild: Koji Sasahara/AP/KEYSTONE

Über vier Jahre nach der Massenumsiedlung von Bewohnern im Umkreis der havarierten japanischen Atomanlage Fukushima ist erstmals eine Evakuierungsanordnung aufgehoben worden. Die Ortschaft Naraha ist somit die erste, in die alle Bewohner dauerhaft zurückkehren dürfen.

«Der eigentliche Wiederaufbau unserer Stadt beginnt jetzt», sagte der Gemeindepräsident Yukiei Matsumoto am Samstag in einer Fernsehansprache. «Lasst uns zusammenarbeiten für die Schaffung eines neuen Naraha.»

Die Rückkehr nach Naraha wird als Pilotprojekt für andere Gegenden in der Nähe von Fukushima angesehen. Die Regierung von Ministerpräsident Shinzo Abe will bis März 2017 eine Reihe von Evakuierungsanordnungen aufheben.

Angesichts verbreiteter Ängste vor einer noch bestehenden radioaktiven Verseuchung und der Sorge, dass nicht genügend Bürger zurückkehren könnten, um die Gemeinde wieder aufzubauen, werden nur etwa zehn Prozent der ehemals 7368 Einwohner von Naraha zurückerwartet. Viele junge Menschen haben an anderen, weit entfernten Orten neue Jobs gefunden. Die Zukunft Narahas ist somit ungewiss.

Strahlenwerte weiterhin hoch

Evakuierungsanordnungen waren zuvor bereits für ausgewiesene Teile regionaler Städte aufgehoben worden, nachdem die Regierung erklärt hatte, durch Dekontaminierung sei die Strahlenbelastung reduziert worden. Naraha erklärten die Behörden nach jahrelanger Dekontamination nun für sicher. Aktivisten beklagen jedoch, dass viele Gegenden nach wie vor hohe Strahlenwerte aufweisen und damit unbewohnbar sind.

Im Atomkraftwerk von Fukushima war infolge des schweren Erdbebens und Tsunamis am 11. März 2011 das Kühlsystem ausgefallen, woraufhin es in mehreren Reaktoren zur Kernschmelze kam. Drei der sechs Reaktoren wurden bei der Katastrophe zerstört, das Gebiet im Umfeld wurde radioaktiv verseucht. Durch das Erdbeben und den Tsunami kamen rund 18'000 Menschen ums Leben. (sda/afp)

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