International
Justiz

Weiterer Prozess gegen Benko steht fest

Weiterer Prozess gegen Benko steht fest

16.10.2025, 14:00

Der österreichische Investor René Benko muss sich einem weiteren Prozess stellen. Der Einspruch gegen eine von der Staatsanwaltschaft eingebrachte Anklage sei von der Verteidigung zurückgezogen worden, sagte eine Sprecherin des Oberlandesgerichts Innsbruck. Damit sei die Anklage rechtskräftig.

epaselect epa12452397 Rene Benko arrives at the main hearing in the criminal case against him for fraudulent bankruptcy at the Innsbruck Regional Court in Innsbruck, Austria, 14 October 2025. The defe ...
René Benko am Dienstag in Innsbruck.Bild: keystone

Konkret verdächtigt die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) den 48-Jährigen erneut der Schädigung seiner Gläubiger.

Laut Anklage geht es um elf Luxusuhren, weitere Wertgegenstände und 120'000 Euro Bargeld, die der Ex-Milliardär angesichts der drohenden Pleite seiner Signa-Gruppe vor seinen Gläubigern in Sicherheit bringen wollte. Die Schadenssumme betrage 370'000 Euro. Damit liegt der Strafrahmen bei bis zu zehn Jahren Haft. Ein Prozesstermin steht noch nicht fest.

Benko will zeitnahen zweiten Prozess

Unter dem Eindruck des ersten Urteils am Mittwoch sei es der Wunsch seines Mandanten, sich so bald wie möglich dem zweiten Verfahren zu stellen, sagte sein Anwalt Norbert Wess der dpa.

Benko war am Mittwoch zu zwei Jahren Haft verurteilt worden. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Gründer des Immobilien- und Handelskonzerns Signa seiner Mutter 300'000 Euro geschenkt hat, um diese Summe dem Zugriff seiner Gläubiger zu entziehen. (dab/sda/awp/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Russischer Langstreckenbomber bei Unfall abgestürzt – 6 Tote
Beim Absturz einer Militärmaschine in der Region Amur im Osten von Russland sind mindestens sechs Besatzungsmitglieder ums Leben gekommen. Ein weiterer Mensch sei verletzt worden, meldete die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf das Verteidigungsministerium in Moskau.
Zur Story