International
USA

Über 1000 Experten fordern KI-Bremsmechanismus

Künstliche Intelligenz (Symbolbild)
Die Mitarbeitenden appellieren an die US-Regierung, sich an internationalen Bemühungen für technische und Regulierungs-Massnahmen zur Steuerung des Entwicklungstempos zu beteiligen (Symbolbild).Bild: Shutterstock

Warnung vor Kontrollverlust: Über 1000 Experten fordern KI-Bremsmechanismus

29.07.2026, 03:5429.07.2026, 03:54

Mehr als 1000 Mitarbeitende führender KI-Entwicklerfirmen sprechen sich dafür aus, die Voraussetzungen zum Bremsen des Fortschritts bei Künstlicher Intelligenz zu schaffen. Sie warnen vor einem Kontrollverlust.

Die Mitarbeitenden appellieren an die US-Regierung, sich an internationalen Bemühungen für technische und Regulierungs-Massnahmen zur Steuerung des Entwicklungstempos zu beteiligen.

Unter den bislang 1171 Unterzeichnenden sind führende Forschende und Manager etwa vom ChatGPT-Entwickler OpenAI, dem Konkurrenten Anthropic sowie dem Facebook-Konzern Meta und Google. Sie verweisen darauf, dass Software mit Künstlicher Intelligenz bald in der Lage sein könnte, sich selbst weiterzuentwickeln.

«Reales Risiko»

Schon jetzt werden grosse Teile des Programmiercodes in Tech-Unternehmen von KI-Software geschrieben – aber unter menschlicher Aufsicht. Der Moment, in dem die Entwicklung Künstlicher Intelligenz automatisiert werden kann, gilt als ein Wendepunkt. Die Vorhersage, wie sehr dies den KI-Fortschritt beschleunigen werde, sei schwierig, heisst es in dem offenen Brief. Aber es gebe ein «reales Risiko», dass das Tempo «unsere Fähigkeit übertreffen wird, die sich daraus ergebenden Systeme zu verstehen oder zu kontrollieren».

Abgestimmte internationale Anstrengungen seien nötig, weil jedes Land und jede Entwicklerfirma unter Konkurrenzdruck stünden, den KI-Fortschritt nicht abzubremsen, heisst es in dem Brief. Zudem fehlten aktuell noch die technischen Mittel und ein Regelwerk dafür.

KI-Hackerangriff als Weckruf

Der offene Brief folgt auf einen aufsehenerregenden Zwischenfall, der in grossen Teilen der Tech-Branche als Weckruf gesehen wird. Ein KI-Modell von OpenAI verschaffte sich bei einem Test eigenständig Zugang zum offenen Internet und drang danach auf eigene Faust in Computersysteme einer anderen KI-Firma. Dabei agierte die Software wie ein Hacker und nutzte unentdeckt gebliebene Sicherheitslücken aus. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Die eindrucksvollsten Bilder der Waldbrände in Frankreich und Spanien
1 / 17
Die eindrucksvollsten Bilder der Waldbrände in Frankreich und Spanien

Auch in der Nacht auf Montag, den 27. Juli 2026, brennen die Flammen im französischen Département Gironde weiter.

quelle: www.imago-images.de / imago images
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Kanadischer Politiker liest KI-Prompt vor
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
36 Kommentare
Dein Kommentar
YouTube Link
0 / 600
Hier gehts zu den Kommentarregeln.
Die beliebtesten Kommentare
avatar
eichof01
29.07.2026 04:56registriert Juni 2024
Am Besten vergessen wir ganz die KI, denn die wird Mittel und Wege finden jedes Sicherheitsprotokoll zu umgehen. Und dann könnte es unangenehm für unsere Spezies werden.
374
Melden
Zum Kommentar
avatar
MacB
29.07.2026 06:07registriert Oktober 2015
Die Menschheit ist zu gierig und zu machtbesessen. Da wird gar nichts reguliert für einen Vorteil. Und dann wird es zu spät sein.
332
Melden
Zum Kommentar
avatar
Stefan Hunziker
29.07.2026 05:51registriert April 2020
Tja als die Menschheit im Film Terminator versucht hatte Skynet vom Netz zu nehmen hat sich die AI gewehrt und die Menschen als Gegner betrachtet und sie zu vernichten versucht. So weit von der Realität ist dieses Szenario nicht mehr weg.
297
Melden
Zum Kommentar
36
Sechs Jahre nach Mega-Explosion: UN-Truppen finden im Libanon tonnenweise Ammoniumnitrat
Truppen der UN-Mission im Libanon (Unifil) haben in einem verlassenen Gebäude mehrere Tonnen Ammoniumnitrat entdeckt – die hochexplosive Chemikalie, die sich bei der Katastrophe im Hafen von Beirut vor sechs Jahren entzündete.
Blauhelme hätten etwa vier Tonnen der Chemikalie in 385 Behältern in einem verlassenen Gebäude nahe der südlichen Stadt Hula entdeckte, teilte die Unifil-Mission mit. Hula liegt in Nähe der israelischen Grenze.
Zur Story