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Kinder-Veranstaltung Wien: Eklat um Hitschler-Eis mit anzüglichen Sprüchen

Kinder-Veranstaltung in Wien: Aufschrift auf Eis löst Fassungslosigkeit aus

«Saugen und lutschen erlaubt»: Bei einer Rathaus-Veranstaltung für Kinder wird acht- bis 13-Jährigen Eis mit anzüglichen Sprüchen angeboten.
01.09.2026, 15:3101.09.2026, 15:31
Matti Hartmann / t-online
Ein Artikel von
t-online

In Wien schlagen die Wogen nach einem Skandal um sexualisierte Sprüche auf Eisverpackungen hoch. Bei einer Veranstaltung für Kinder im Wiener Rathaus wurde Wassereis mit teils schlüpfrigen Slogans auf der Verpackung verteilt. Unter anderem stand «Lutsch dein Ding», «Saugen und Lutschen erlaubt», «Nur hart macht’s Spass» oder «Lass die Zunge tanzen» auf dem Eis.

Die Veranstaltung «Wienopolis» fand in der gesamten vergangenen Woche statt. Dabei sollten acht- bis 13-Jährige selbst eine Kinderstadt verwalten und gestalten. Der Veranstalter räumte den Vorfall ein und bat um Entschuldigung. Das Eis kam demnach von der deutschen Firma Hitschler, die für sich als Hauptzielgruppe junge Erwachsene definiert hat. Die zweideutigen Penis-Witze druckt der Hersteller schon länger auf seine Wassereisverpackungen. In der Vergangenheit wurde bereits häufiger Kritik laut, unter anderem, weil für Eltern von aussen nicht ersichtlich ist, welche Sprüche das Eis in der Verpackung trägt.

In Wien fiel das Eis mit den sexualisierten Aufdrucken dem Veranstalter bereits am Anfang der «Wienopolis»-Woche auf. Eigener Auskunft zufolge wurden die Packungen zunächst konsequent aussortiert und zur Seite gelegt. Der entscheidende Fehler sei erst am Freitag geschehen, dem letzten Tag der Veranstaltung, berichtete die Zeitung «Heute». Um Lebensmittel nicht wegwerfen zu müssen, seien alle während der Woche übrig gebliebenen Produkte in Boxen zusammengestellt und verteilt worden – darunter offenbar auch das zuvor aussortierte Eis.

Userinnen und User kritisieren «Schlammschlacht»

Politische Parteien versuchen jetzt, den Vorfall für sich zu nutzen. Die rechte FPÖ sprach von einem «Ekel-Skandal», der im SPÖ-regierten Rathaus nicht «unter den roten Teppich» gekehrt werden dürfe. Und das rechte Portal «Tichys Einblick», behauptete, es sei eine «rotgrüne Pädogrenze» überschritten worden – obwohl die Grünen in Wien gar nicht mitregieren.

Unter der im Internet veröffentlichten Entschuldigung des Veranstalters zeigten Userinnen und User unterdessen Verständnis für den «menschlichen Fehler» eines Mitarbeiters und kritisierten die «Schlammschlacht» danach.

«Ich verstehe die Aufregung über die unpassenden Sprüche auf dem Eis absolut», schrieb eine Nutzerin. «Das gehört nicht auf ein Kinderfest. Aber man sollte die Kirche im Dorf lassen.» Es sei schliesslich kein böser Wille gewesen, sondern ein Ausrutscher gewesen: «Richtet eure Wut lieber an die richtige Adresse: den Hersteller, der es für eine gute Idee hält, Wassereis mit solchen anzüglichen Sprüchen zu produzieren.»

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21 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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vanilla
01.09.2026 16:00registriert Juni 2021
Dumm gelaufen. O.K.
Aber wer Kinder vor anzüglichen Sprüchen schützen will, darf keinen Zugang zu TV und social Media gewähren. Unsere kleine DACH-Welt ist sowas von sexualisiert. Überall fast nackte, dünne Frauen mit aufgespritzten Lippen und überdimesionierten Brüsten. Das sehen Kinder - nicht nur am Kiosk. Das prägt.
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thatstheshit
01.09.2026 15:59registriert September 2015
Man kann auch bei jedem 💩 etwas Schlimmes sehen🤷🏻‍♂️
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Echokammer
01.09.2026 15:45registriert Juli 2026
Ich finds witzig
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