International
Klima

Flutkatastrophe in Russland: Tote und Tausende Obdachlose

Tote und Tausende Obdachlose nach Flutkatastrophe in Russland

06.04.2026, 17:0106.04.2026, 17:01

Schwere Regenfälle haben in der russischen Teilrepublik Dagestan im Nordkaukasus eine beispiellose Flutkatastrophe ausgelöst. An einem Stausee in der Region Derbent brach eine Mauer.

Eine Frau und ihre Tochter seien von den Fluten mitgerissen und spät tot gefunden worden, teilten die Behörden mit. Mehr als 4'000 Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden, wie das russische Zivilschutzministerium mitteilte. Etwa 2'000 Häuser seien überschwemmt worden. Es gebe Vermisste. Die Region am Kaspischen Meer ist auch bei Touristen beliebt.

Video: watson/nina bürge

Überschwemmungen gab es auch in der Hauptstadt Machatschkala – das örtliche Nachrichtenportal «Golos Dagestana» (auf Deutsch: Die Stimme Dagestans) berichtete, dass dort Wohnhäuser einsturzgefährdet seien. Auf Videos in sozialen Netzwerken war zu sehen, wie ganze Gebäude in den Fluten versanken. Auch eine Brücke stürzte demnach ein auf der Trasse «Kawkas», die von strategischer Bedeutung für die Region ist.

Ausnahmezustand in vielen Teilen Dagestans

Die heftigen Regenfälle machen den Menschen im Nordkaukasus schon seit Ende März zu schaffen. Die Überflutung auch von Umspannwerken führte zu Stromausfällen in vielen fast zwanzig Bezirken Dagestans. Die Behörden der Republik verhängten den Ausnahmezustand unter anderem in Machatschkala, Chassawjurt, Kaspijsk und in der Region Derbent. Mehr als 3'300 Menschen wurden bereits Ende März aus den überfluteten Gebieten in Sicherheit gebracht. (hkl/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Mercedes macht nach schwachem Vorjahresquartal mehr Gewinn
Der Gewinn von Mercedes-Benz ist im dritten Quartal um rund 28 Prozent gestiegen. Von Juli bis September wuchs das Konzernergebnis im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 1,19 Milliarden Euro auf rund 1,52 Milliarden Euro, wie der Autobauer in Stuttgart mitteilte.
Zur Story