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Schweres Erdbeben in Indonesien – Tsunamiwarnung

Schweres Erdbeben in Indonesien – Tsunamiwarnung auf den Molukken

Vor der Küste der indonesischen Insel Sulawesi ist es zu einem schweren Erdbeben gekommen. Die Behörden lösten für die Inseln rund um die Molukkensee eine Tsunami-Warnung aus.
02.04.2026, 03:1002.04.2026, 03:14

Das Beben hatte nach Angaben der US-Erdbebenwarte (USGS) eine Stärke von 7,4 und ereignete sich in einer relativ geringen Tiefe von 35 Kilometern. Das Epizentrum lag demnach zwischen dem Norden Sulawesis und den Nord-Molukken, rund 127 Kilometer westnordwestlich der Stadt Ternate.

Das Epizentrum befindet sich zwischen den Molukken und Sulawesi.google maps

Kleinere Flutwellen erwartet

Nach Angaben des US-Tsunamiwarnsystems bestand zunächst die Möglichkeit von Flutwellen im Umkreis von bis zu 1000 Kilometern. Für Teile der indonesischen Küste wurden Wellen von 30 Zentimetern bis zu einem Meter über dem normalen Pegel prognostiziert. Auch Küsten in den Philippinen und Malaysia könnten betroffen sein, hiess es. Die Gefahren wurden jedoch als gering eingestuft. Auch USGS zufolge sind wahrscheinlich keine Todesopfer zu erwarten.

A fisher walks in the water after setting up a fishing net near a beach in Budong-Budong, West Sulawesi Island, Indonesia, Monday, Feb. 24, 2025. (AP Photo/Dita Alangkara)
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Ein Fischer an einem Strand in Sulawesi, Indonesien.Bild: keystone

Die indonesischen Behörden gaben die Stärke des Bebens zunächst mit 7,6 an. Erste Messungen zu Stärke und Tiefe eines Bebens weichen oft leicht voneinander ab und können später manuell korrigiert werden.

Erinnerungen an Katastrophe von 2004

Der weltgrösste Inselstaat Indonesien liegt auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring, einer geologisch besonders aktiven Zone mit zahlreichen Vulkanen und tektonischen Platten. Erdbeben und Vulkanausbrüche sind dort daher sehr häufig. Speziell in Indonesien kommt es oft zu Naturkatastrophen. Am 26. Dezember 2004 hatte ein gewaltiges unterseeisches Beben der Stärke 9,1 vor der Küste von Sumatra eine riesige Flutwelle ausgelöst. Etwa 230.000 Menschen in zahlreichen Ländern kamen ums Leben. (sda/dpa)

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