1,6 Millionen Menschen bestaunen Totentag-Parade in Mexiko
Beim grossen Umzug zum Tag der Toten in Mexiko-Stadt sind tanzende Skelette, festlich geschmückte Wagen und Musikgruppen durch die Strassen der Metropole gezogen. Rund 1,6 Millionen Zuschauer verfolgten die Parade, wie die Verwaltung der mexikanischen Hauptstadt mitteilte. Im Vorfeld des «Día de Muertos» gibt es auch in anderen Städten Umzüge mit Teilnehmern in Kostümen.
Von indigenen Vorstellungen geprägt
Am 1. und 2. November ehren die Mexikaner ihre Verstorbenen mit farbenfrohen Opfergaben in Häusern und an aufwendig geschmückten Gräbern. Das Fest wird rund um die katholischen Feiertage Allerheiligen und Allerseelen begangen und ist von indigenen Vorstellungen geprägt. Der Tradition zufolge kommen an diesen Tagen die Seelen der Familienmitglieder aus dem Jenseits zu Besuch. Im Jahr 2008 nahm die Unesco die indigene Festtradition in die Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit auf.
James Bond und «Coco» machten Fest im Ausland populär
Erst vor einigen Jahren kam die Strassenparade in der mexikanischen Hauptstadt als Touristenattraktion dazu. Sie wurde von einer Szene aus dem James-Bond-Film «Spectre» (2015) inspiriert, in der solch ein Umzug durch die Strassen von Mexiko-Stadt zu sehen ist – dabei hatte es so etwas bis dahin in der Realität gar nicht gegeben. Auch der Pixar-Film «Coco» (2017) trug dazu bei, den Tag der Toten einem internationalen Publikum näherzubringen. (sda/dpa)
