International
Lateinamerika

Nicaraguas Präsident will Wahlen in seinem Land abschaffen

Nicaraguas Präsident will Wahlen in seinem Land abschaffen

Nicaraguas autoritär regierender Präsident Daniel Ortega hat die Abschaffung der Wahlen in dem mittelamerikanischen Land in Aussicht gestellt.
20.07.2026, 20:0320.07.2026, 20:03

«Hier wird es keine Wahlen mehr geben. Es wird keine Wahlen mehr geben, bei denen sie versuchen können, die Regierung an sich zu reissen», sagte der 80-jährige ehemalige Guerillero in Anspielung auf die Opposition.

FILE - Nicaragua's President Daniel Ortega speaks to supporters as his wife and Vice President Rosario Murillo applauds, in Managua, Nicaragua, Aug. 29, 2018. (AP Photo/Alfredo Zuniga, File)
Dani ...
Hält nichts von Wahlen: Der nicaraguanische Präsident Daniel Ortega und seine Frau, Vizepräsidentin Rosario Murillo.Bild: keystone

Laut Ortega, der seit fast zwei Jahrzehnten ununterbrochen regiert, sollen Gesetze erarbeitet werden, um die Ansprüche der von den USA unterstützten «Putschisten» zu stoppen. Ortega und seine Ehefrau, die Co-Präsidentin Rosario Murillo, führten in der Nacht auf Montag (Ortszeit) in der Hauptstadt Managua die Feier zum 47. Jahrestag der sandinistischen Revolution an. Damals brachten die Sandinistas die Diktatur von Anastasio Somoza zu Fall.

Die Präsidentenwahl war zuvor auf 2027 verschoben worden

«Die Geschichte ist vorbei, dass die von den Yankees und den Somozisten eingesetzten Parteien wieder an die Regierung kommen werden. Niemals! Niemals! Niemals!», sagte Ortega. Nach dem Sieg der Revolution regierte Ortega Nicaragua von 1979 bis 1990, zunächst als Teil einer fünfköpfigen Junta und später als Präsident. Seit 2007 ist er wieder an der Macht.

Die Sandinisten-Partei FSLN schaffte 2014 eine Begrenzung der Amtszeit des Präsidenten per Verfassungsreform ab. Vor den Wahlen 2021 liess Ortega alle Gegenkandidaten festnehmen. 2025 wurde die Amtszeit des Präsidenten von fünf auf sechs Jahre verlängert – die nächste Präsidentenwahl sollte demnach 2027 stattfinden. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
9 Kommentare
Dein Kommentar
YouTube Link
0 / 600
Hier gehts zu den Kommentarregeln.
Die beliebtesten Kommentare
avatar
M.L.
20.07.2026 20:56registriert April 2024
Maduro freut sich sicher über einen Zellennachbarn mit dem er über den in die Diktatur falsch-abgebogenen Sozialismus fachsimpeln und in Erinneringen schwelgen kann.
450
Melden
Zum Kommentar
9
Proteste in Italien nach Tod von Einwanderer durch die Polizei
In Italien ist es nach dem Tod eines Einwanderers aus Marokko bei einem Polizeieinsatz in mehreren Städten zu Protesten gekommen. In der Universitätsstadt Bologna, wo der 42-Jährige am Sonntag starb, versammelten sich mehrere Tausend Menschen in der Innenstadt. Auf Plakaten waren Parolen wie «Wahrheit und Gerechtigkeit» zu lesen. Sprecher der Familie forderten Aufklärung.
Zur Story