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Rauchwolke aus Australien weht bis nach Südamerika



epa08108676 A panoramic view of Santiago, Chile, 06 January 2020. Smoke from the severe fires in Australia, considered among the worst of the century with almost six million hectares burnt, arrived in Chile on 06 January after traveling more than 11,000 kilometers across the Pacific Ocean, experts warned. A trough - a barometric depression that penetrates between two high-pressure areas - would have served as a conduit through which the smoke crossed the Pacific to the South American continent.  EPA/Alberto Pena

Australischer Rauch in Santiago de Chile. Bild: EPA

Die Auswirkungen der verheerenden Buschbrände in Australien sind auch im 12'000 Kilometer entfernten Südamerika sichtbar: Eine riesige Rauchwolke hat den Pazifik überquert und die Sonne über Chile und Argentinien rötlich verfärbt, wie die örtlichen Wetterbehörden am Montag (Ortszeit) meldeten.

Gefahr drohe der Bevölkerung nicht, sagte Patricio Urra von der chilenischen Meteorologiebehörde der Nachrichtenagentur AFP. Die Rauchwolke befinde sich in einer Höhe von 6000 Metern und es sei kein Wetterphänomen angekündigt, das sie zum Absinken bringen könnte, erklärte Urra.

Auch die argentinische Wetterbehörde SMN gab im Kurzbotschaftendienst Twitter Entwarnung: Die einzige Auswirkung sei eine «ein bisschen rötere Sonne». Nach Angaben des Meteorologieunternehmens Metsul könnte die Wolke weiterziehen und sogar den brasilianischen Bundesstaat Río Grande del Sur erreichen.

Warnung vor Plünderern

epa08109253 A handout photo made available by Australia's Department of Defence on 07 January 2020 shows leading seaman aircrew Brendan Menz looking out the door of HMAS Choules' MRH-90 Maritime Support Helicopter over Southern New South Wales, Australia, 06 January 2020. Scattered showers are falling on NSW fire grounds as firefighters continue to work on containment ahead of warmer weather later in the week.  EPA/HELEN FRANK HANDOUT NO ARCHIVING, EDITORIAL USE ONLY HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Bild: EPA

Während in Australien der Kampf gegen die Flammen weitergeht, warnen die Behörden vor Kriminellen. Im Bundesstaat New South Wales wurden nach Angaben der Polizei drei Menschen wegen des Verdachts von Plünderungen angeklagt.

Australiens Premierminister wird öffentlich beschimpft

Video: watson

In den Feuergebieten sollen Streifen etwaigen Dieben das Handwerk legen. «Es ist schwer zu verstehen, dass es Leute gibt, die versuchen, auf Kosten von Gemeinden, die ohnehin schon so viel verloren haben, zu profitieren und sich zu bereichern», sagte Einsatzleiter Gary Worboys am Dienstag. Konsumentenschützer warnten zudem vor Spendenbetrügern.

Leichte Erholung

Die Feuerwehr nutzte am Dienstag einen kurzen Wetterumschwung, um die verheerenden Buschbrände im Osten des Landes wenigstens teilweise einzudämmen. Die derzeitigen Bedingungen mit leichten Regenfällen und geringeren Temperaturen seien «viel günstiger», sagte der Leiter der Feuerwehr in New South Wales, Shane Fitzsimmons. Es gehe darum, in der kurzen Hitzepause «den Schutz zu verstärken», um das weitere Ausbreiten der Brände zu verhindern - bevor die Temperaturen wieder steigen sollen.

Bilder der Buschbrände in Australien

Völlig erschöpfte Helfer sind laut Fitzsimmons dabei, Eindämmungslinien neu zu ziehen und kontrollierte Gegenfeuer zu legen. In einigen schwer betroffenen Gemeinden konnte derweil die Stromversorgung wieder hergestellt werden, wie die Energieversorger mitteilten.

Die Behörden erwarten zum Freitag hin einen erneuten Temperaturanstieg. Dutzende riesige Feuer waren trotz der leichten Regenfälle am Montag weiterhin völlig ausser Kontrolle. Zudem wächst die Furcht, dass sich zwei Brände an der Grenze von New South Wales und Victoria zu einem weiteren Riesenfeuer verbinden könnten. Es wird befürchtet, dass die Feuer in Australien noch Monate dauern.

Seit Beginn der grossen Brände im Oktober sind landesweit 25 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 2000 Häuser sind zerstört. Mehr als 10 Millionen Hektar brannten nieder - das entspricht ungefähr der Grösse von Bayern und Baden-Württemberg zusammen.

(aeg/sda/afp)

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Buschbrände in Australien im Dezember 2019

Australiens Buschbrände sind weiterhin ausser Kontrolle

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6Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • D_M_C 07.01.2020 13:42
    Highlight Highlight Bitte handeln wir doch endlich!
    Wenn nicht jetzt, wann dann?
    • Fritz N 07.01.2020 14:24
      Highlight Highlight Ist doch längst geplant: Am St. Nimmerleinstag um zwanzig nach Vier. Dann handeln wir gemeinsam und ziehen alle an einem Strick
    • vonBroesel 07.01.2020 14:42
      Highlight Highlight Also ab in den Flieger nach Australien und helfen die Brände zu löschen und die Betroffenen zu betreuen 👍
    • Evan 07.01.2020 14:46
      Highlight Highlight Träum weiter
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