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«Tiere zur emotionalen Unterstützung» werden aus US-Fliegern verbannt

«Tiere zur emotionalen Unterstützung» werden aus US-Fliegern verbannt

03.12.2020, 06:4003.12.2020, 06:40
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Ein Affe, eine Katze oder auch ein Schwein als emotionale Unterstützung für einen Passagier in der Flugzeugkabine? Die Mitnahme solcher Tiere an Bord war in den USA bislang nach gesetzlichen Bestimmungen kostenfrei möglich – damit ist nach einer Neuregelung des Verkehrsministeriums aber bald Schluss. Das Ministerium veröffentlichte am Mittwoch (Ortszeit) neue Richtlinien, nach deren Inkrafttreten zum Jahresende nur noch Hunde als sogenannte Diensttiere von den Fluggesellschaften akzeptiert werden müssen. Dabei handelt es sich beispielsweise um Blindenhunde.

«Diese endgültige Regelung definiert ein Diensttier als einen Hund, unabhängig von Rasse oder Art, der individuell ausgebildet wurde, um Arbeiten oder Aufgaben zum Nutzen einer berechtigten Person mit einer Behinderung auszuführen», heisst es in der Mitteilung des Ministeriums.

Andere Tiere, die von Passagieren zur «emotionalen Unterstützung» mit an Bord genommen würden, dürften von den Fluggesellschaften künftig als «Haustiere» eingestuft werden. Damit wird die Mitnahme dieser Tiere kostenpflichtig.

Umstrittene Regelung

Hintergrund ist eine umstrittene Regelung des Verkehrsministeriums aus dem Jahr 2003. Das Ministerium stellte damals klar, dass zu den Diensttieren (Service Animals) auch Tiere gehören, die nicht für eine besondere Aufgabe ausgebildet sind: sogenannte Emotional Support Animals.

Sie sollen ihre Besitzer, die beispielsweise unter Angstattacken oder Depressionen leiden, durch ihre Anwesenheit in der Kabine emotional stützen. Voraussetzung ist bislang die Bescheinigung eines Arztes oder Psychologen, dass der oder die Betroffene aus psychologischen Gründen auf das Tier angewiesen ist.

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Fluggesellschaften prangerten jedoch Missbrauch an und äusserten den Verdacht, dass Halter Haustiere umdeklarierten, um sie kostenlos an Bord mitnehmen zu können. Welche Arten zu den Emotional Support Animals zählen, wurde 2003 nicht definiert. Das Verkehrsministerium legte damals nur fest, dass «unübliche Service Animals», die ein Sicherheits- oder Gesundheitsrisiko darstellten, nicht transportiert werden müssen.

Immer wieder skurrile Schlagzeilen

«Schlangen und andere Reptilien, Frettchen, Nagetiere und Spinnen fallen sicherlich in diese Kategorie von Tieren», hiess es. Ansonsten müsse im Einzelfall entschieden werden – auch unter Berücksichtigung von Gewicht und Grösse des Tieres. Immer wieder machten danach skurrile Vorfälle mit Tieren in den USA Schlagzeilen, die man gemeinhin nicht mit auf Reisen nimmt. So verweigerte beispielsweise die Fluglinie United im Februar 2018 einem Pfau das Boarding, weil die Airline ihn für zu schwer und zu gross befand.

Auch Miniaturpferde sind künftig nicht mehr an Bord zugelassen. Sie könnten sich anders als beispielsweise Hunde nicht im Fussraum zusammenrollen, heisst es in der Neuregelung unter anderem. Als Assistenztiere kommen Miniaturpferde etwa bei sehbehinderten Menschen zum Einsatz, die Hunde aus religiösen Gründen ablehnen oder gegen sie allergisch sind. (sda/dpa)

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