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Rescue and search workers on the site where a Cuban airliner with 104 passengers on board plummeted into a yuca field just after takeoff from the international airport in Havana, Cuba, Friday, May 18, 2018.  (AP Photo/Andrea Rodriguez)

Derzeit wird am Flughafen von Havanna nach weiteren Überlebenden gesucht.  Bild: AP/AP

Über 100 Tote und drei Überlebende nach Flugzeugabsturz auf Kuba



Beim Absturz eines Passagierflugzeugs in Kuba sind vermutlich über 100 Menschen ums Leben gekommen. Offizielle Angaben zur Zahl der Opfer lagen am frühen Samstagmorgen (Ortszeit) noch nicht vor. Flug DMJ 0972 war kurz nach dem Start am Freitag in Havanna abgestürzt.

Nach Angaben der kubanischen Parteizeitung «Granma» wurden am Freitag lediglich drei Frauen und ein Mann lebend aus den Trümmern geborgen. Der Mann sei kurz darauf gestorben.

Mehrere Medien berichteten von 104 Passagieren und fünf Besatzungsmitgliedern aus Mexiko an Bord der Maschine. Bis auf fünf Passagiere stammten alle Fluggäste von der Karibikinsel selbst. Zwei Opfer kommen aus Argentinien, wie das Aussenministerium in Buenos Aires mitteilte.

Der Zustand der drei Überlebenden sei stabilisiert worden, sagte der Leiter der Klinik Calixto García in Havanna, Carlos Alberto Martínez Blanco. Er sei jedoch weiterhin kritisch, berichtete die Zeitung «Cubadebate». Eine Patientin hatte demnach schwere Verbrennungen an 30 Prozent ihres Körpers erlitten.

Absturzursache wird untersucht

Kubas Präsident Miguel Díaz-Canel sprach den Familien im Namen der Regierung Beileid aus. Eine Kommission untersuche die Umstände des Unfalls, so Díaz-Canel. Auch Mexiko will Ermittler schicken.

Mehr als die Hälfte der Opfer stammte nach Angaben von «Cubadebate» aus der Stadt Holguín im Osten der Insel, die das Ziel des Flugs DMJ 0972 gewesen wäre. Familien der Opfer sollten zunächst nach Havanna geflogen werden, berichtete «Granma». Wegen schlechten Wetters seien sie aber mit Bussen in die Hauptstadt gefahren.

Die Maschine war unmittelbar nach dem Start auf einem Feld nahe dem Flughafen José Martí zerschellt. Die weissen Teile des Flugzeugs lagen zwischen hohem Gras und Palmen.

Die Maschine vom Typ Boeing 737 gehörte der mexikanischen Fluggesellschaft Damojh, sie wurde jedoch von der staatlichen kubanischen Gesellschaft Cubana gemietet und betrieben. Die Fluggesellschaft Damojh wurde 1990 in Mexiko gegründet, zur Flotte zählen laut Ministerium lediglich drei Flugzeuge.

Offizielle Trauer

Auf Videoaufnahmen war eine dichte Rauchwolke in der Nähe des Flughafens zu sehen. Ein Video, das in den sozialen Medien geteilt wurde, zeigte einen Feuerball über der Absturzstelle.

Kubas Regierung rief eine bis Sonntagnacht dauernde offizielle Trauerzeit aus. Auch der ehemalige kubanische Präsident Rául Castro drückte sein Beileid aus. Das berichtete das Staatsfernsehen. Der mexikanische Präsident Enrique Peña Nieto schrieb auf Twitter, Mexikos Gedanken seien bei den Familienangehörigen und Opfern.

Der letzte grössere Unfall einer Passagiermaschine auf Kuba hatte sich 2010 ereignet. Damals war in dem Karibikstaat ein Flugzeug der Airline Aerocaribbean mit Touristen an Bord auf dem Weg vom östlich gelegenen Santiago de Cuba nach Havanna abgestürzt. Alle 68 Insassen starben. (sda/dpa)

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4Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Demo78 19.05.2018 00:48
    Highlight Highlight Habe bei avherald gelesen das sie sogar 4 Personen lebend geborgen haben, 3 Frauen und 1 Mann. Der Mann sei zwischenzeitlich verstorben
  • Kemni 19.05.2018 00:30
    Highlight Highlight Soviel ich weiss, müsste es diese Maschine gewesen sein:
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    • Demo78 19.05.2018 10:59
      Highlight Highlight Scheint das Schwestermodell zu sein, die XA-UMZ auch eine 737-200 der Gesellschafft, abgestürzt ist die XA-UHZ
    • Kemni 19.05.2018 11:23
      Highlight Highlight Ja, du scheinst Recht zu haben. Hatte eigentlich einen anderen Link (zur XA-UHZ) im Sinn gehabt, muss wohl den falschen Link kopiert haben. Naja, aber das Video zeigt ja ungefähr, wie die Maschine ausgesehen hat/hätte.

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