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Flugzeugabsturz in Alaska: Vermutlich alle zehn Insassen tot

Flugzeugabsturz in Alaska: Vermutlich alle zehn Insassen tot

08.02.2025, 13:4208.02.2025, 13:42

Bei dem Absturz eines Flugzeuges im US-Bundesstaat Alaska sind nach Einschätzung der Behörden alle zehn Menschen an Bord ums Leben gekommen. «Es sieht nicht wie ein Absturz aus, den man überleben kann», sagte Küstenwache-Kommandant Mike Salerno laut örtlichen Medien am Freitag (Ortszeit) vor Reportern. Suchtrupps hatten zuvor das in mehrere Teile zerbrochene Wrack der Cessna Caravan gefunden und im Inneren der Maschine drei Tote gesehen.

This photo provided by the U.S. Coast Guard on Friday, Feb. 7, 2025, shows a small commuter plane that crashed in western Alaska on a flight that was bound for the hub community of Nome. (U.S. Coast G ...
An Bord der Cessna Caravan waren neun Passagiere und der Pilot.Bild: keystone

«Man geht davon aus, dass sich die restlichen sieben Personen im Flugzeug befinden, aber aufgrund des Zustands des Flugzeugs derzeit nicht erreichbar sind», teilte die Küstenwache auf X mit. Die Suchaktion sei aber beendet. Die Maschine befinde sich etwa 55 Kilometer südöstlich der einstigen Goldgräberstadt Nome.

Das Flugzeug war laut Polizei und Feuerwehr am Donnerstag auf dem Weg von Unalakleet ins rund 250 Kilometer entfernte Nome, als es vor der Küste vom Radar verschwand. An Bord waren demnach neun Passagiere und der Pilot. Über die Identität der Insassen wurde zunächst nichts bekannt.

Rätseln über die Ursache

Auch die Ursache des Absturzes ist unklar. Die Maschine habe laut der Flugdaten plötzlich sehr stark an Höhe und Geschwindigkeit verloren, hiess es von der Küstenwache. Wieso das passierte, darüber könne derzeit nur spekuliert werden. Ein Notsignal habe es nicht gegeben, teilte die Feuerwehr mit. Experten der Unfallermittlungsbehörde NTSB seien auf dem Weg nach Nome.

Schwierige Suchaktion

Die Suche hatte am Boden und aus der Luft stattgefunden. Die Küstenwache war den Behörden nach mit einem Flugzeug beteiligt. Auch ein Militärflugzeug war im Einsatz. Erschwert wurde die Suchaktion durch das schlechte Wetter und die eisige Kälte von rund minus 16 Grad Celsius (3 Grad Fahrenheit), wie örtliche Medien weiter berichteten. Die Absturzstelle ist nur per Hubschrauber erreichbar.

Drittes Flugzeugunglück in kurzer Zeit

Die USA waren erst vor wenigen Tagen von zwei kurz aufeinander folgenden Flugzeugunglücken erschüttert worden. Am 29. Januar prallte in der Hauptstadt Washington eine Passagiermaschine der American Airlines beim Landeanflug mit einem Militärhubschrauber zusammen. Die 64 Menschen an Bord des Flugzeugs und die 3 Insassen des Helikopters kamen ums Leben.

Zwei Tage später stürzte ein Jet für einen medizinischen Transport mitten in einem belebten Gebiet in Philadelphia ab. Alle sechs Menschen an Bord starben, am Boden wurden eine weitere Person getötet und viele weitere verletzt. (sda/dpa)

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