International
Medien

Tausende Ungarn gehen gegen Orbáns Medien-Monopol auf die Strasse

Tausende Ungarn gehen gegen Orbáns Medien-Monopol auf die Strasse

Tausende Menschen haben in der ungarischen Hauptstadt Budapest gegen die Vereinnahmung der staatlichen Medien durch die Regierung des rechtsnationalistischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán demonstriert.
06.10.2024, 07:2406.10.2024, 07:24

In der vor dem Sitz des staatlichen Fernsehsenders MTVA versammelten Menge waren Transparente mit Forderungen wie «Unabhängige öffentliche Medien» und «Nicht links, nicht rechts, bloss ungarisch» zu sehen.

Participants wave national flags during a demonstration organised by the Hungarian opposition Tisza Party against public media at the MTVA headquarters in Budapest, Hungary, Saturday, Oct. 5, 2024. (S ...
Tausende Menschen protestierten gegen Orbáns Medienpolitik.Bild: keystone

Zahlreiche Protestierende schwenkten die ungarische Fahne. Die Demonstration war von der Tisza-Partei von Oppositionsführer Peter Magyar organisiert worden, der sich zum wichtigsten innenpolitischen Rivalen Orbans entwickelt und in den vergangenen Monaten an Popularität gewonnen hat. «Genug der Lügen, genug der Propaganda», sagte Magyar in einer Rede bei der Demonstration über die staatlichen Medien.

MTVA gilt als Sprachrohr des Regierungschefs. Der Sender äussert sich nur selten kritisch über die Regierung, attackiert aber hingegen regelmässig hart die Gegner Orbans. Viele der privaten und unabhängigen ungarischen Medien haben in den vergangenen Jahren entweder dicht gemacht oder einen regierungsnahen Kurs eingeschlagen. Die staatlichen Medien wiederum wurden von Orbans Fidesz-Partei auf eine regierungsfreundliche Linie gebracht. (sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Bolsonaro flieht trotz Ausreiseverbot, Trump befürwortet Einreise – das ist bekannt
Nach seiner Wahlniederlage gegen Lula ist Flavio Bolsonaro in die USA gereist – obwohl ihm Brasiliens Oberstes Gericht die Ausreise verboten und seine Pässe annulliert hatte. Die wichtigsten Fragen und Antworten.
Der unterlegene brasilianische Präsidentschaftskandidat Flavio Bolsonaro ist nach Informationen der BBC in den USA angekommen. Quellen bestätigten BBC Brasil und BBC Mundo, dass Bolsonaro in Florida seinen jüngeren Bruder Eduardo getroffen habe.
Zur Story