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Migranten verlassen Berichten zufolge türkisch-griechische Grenze

Migranten verlassen Berichten zufolge türkisch-griechische Grenze

27.03.2020, 14:2127.03.2020, 14:21
A migrant boy who arrived yesterday to Greece from Turkey, tries to warm himself at the village of Skala Sikaminias, on the Greek island of Lesbos on Friday, March 6, 2020. Thousands of refugees and o ...
Gestrandet: Flüchtlinge in der Türkei.Bild: AP

Die an der türkisch-griechischen Grenze verbliebenen Flüchtlinge und Migranten sind einem Medienbericht zufolge abgezogen. Die staatliche türkische Nachrichtenagentur Anadolu berichtete am Freitag, dass die Menschen «ihre Bitte, das Areal zu verlassen, den Migrationsbehörden der Provinz Edirne übermittelt» hätten.

Gleichzeitig hätten türkische Beamte die Menschen vor einer Infizierung mit dem neuartigen Corona-Virus gewarnt, sollten sie weiter dort im Freien leben.

Die Menschen seien mit Bussen in Gästehäuser für eine zweiwöchige Quarantäne geschickt worden, hiess es bei Anadolu weiter. Danach würden sie zu «angemessenen» Orten gebracht.

7 Bilder von der griechisch türkischen Grenze

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Diese 7 Bilder zeigen, was gerade in Griechenland passiert
Zu Fuss und mit nur einem Rucksack voller Habseligkeiten versuchen die Geflüchteten nach Europa zu gelangen.
quelle: ap / michael varaklas
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Wie viele Menschen auf der zuletzt abgesperrten türkischen Seite des Grenzgebiets noch lebten, blieb unklar. Schätzungen griechischer Sicherheitskräfte zufolge befanden sich nur noch wenige Hundert Migranten und Flüchtlinge dort. Auch griechische Medien hatten am Freitag unter Berufung auf Polizeikreise berichtet, dass die türkische Regierung sie nach und nach zurück ins Inland bringe.

Erdogans Druckversuch

Turkish President Recep Tayyip Erdogan, addresses the members of his ruling party in Parliament, in Ankara, Turkey, Wednesday, March 11, 2020. Erdogan on Wednesday made the incendiary claim that the G ...
Bild: AP

Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte Ende Februar erklärt, die Grenze zur EU sei für Flüchtlinge und andere Migranten offen. Daraufhin machten sich Tausende Menschen auf den Weg, um aus der Türkei nach Griechenland und somit in die EU zu gelangen. Griechenland liess sie jedoch nicht passieren. Teilweise gewalttätige Szenen vom Grenzübergang Pazarkule/Kastanies dominierten tagelang die Medien.

Der Schachzug Erdogans galt unter anderem als der Versuch, Druck auf die EU auszuüben, um mehr Unterstützung für die Versorgung der Millionen syrischen Flüchtlinge in der Türkei als auch für die türkische Syrienpolitik zu bekommen. Angesichts eskalierender Kämpfe in Nordsyrien befürchtete die türkische Führung einen weiteren Flüchtlingsandrang.

Ein Flüchtlingspakt mit der EU von 2016 sieht eigentlich vor, dass die Türkei illegale Migration in die EU stoppt. Im Gegenzug erhält sie unter anderem finanzielle Hilfe. Erdogan kritisierte, die EU habe ihre Versprechen nicht gehalten. EU-Politiker und andere warfen Erdogan vor, Flüchtlinge für seine politischen Ziele auszunutzen. (aeg/sda/dpa)

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