Sabotage legt Bahnverkehr in Teilen der Niederlande lahm
Der Zugverkehr in weiten Teilen der zentralen und nördlichen Niederlande ist am Morgen durch Sabotage an den Gleisanlagen zum Erliegen gebracht worden. Nach Angaben des Netzbetreibers ProRail legten bislang unbekannte Täter auf verschiedenen Streckenabschnitten Rohre über die Gleise. Auch in der Schweiz kam es zu einer Verspätung.
Es sei klar, dass die Rohre «dort vorsätzlich abgelegt» wurden, sagte eine Sprecherin von ProRail der niederländischen Nachrichtenagentur ANP. Dadurch habe das Computersystem der Bahn Signale bekommen, wonach die Gleise an den betroffenen Stellen belegt und nicht befahrbar seien.
Zu möglichen Motiven für die Sabotageakte gab es zunächst keine Erkenntnisse. Die Ermittlungen liefen, hiess es bei den Behörden.
Der Zugverkehr brach am Morgen rund um Zwolle zeitweise komplett zusammen. Auch zwischen Utrecht und Gouda sowie zwischen Apeldoorn und Deventer verkehrten zunächst keine Züge. Die Probleme seien aber beherrschbar; an den betroffenen Bahnhöfen sei es «etwas voller als sonst», sagte die ProRail-Sprecherin. Die Freigabe der Strecken habe zunächst oberste Priorität.
Auch die Nachtzug-Verbindung von Amsterdam nach Zürich war wegen der Sabotage verspätet unterwegs. Der Zug sei am Dienstagmorgen 50 Minuten zu spät eingetroffen, erklärte ein Sprecher der SBB auf Anfrage von Keystone-SDA. (hkl/sda/dpa)
