International
Niederlande

Sabotage legt Bahnverkehr in Teilen der Niederlande lahm

Sabotage legt Bahnverkehr in Teilen der Niederlande lahm

15.09.2026, 10:1415.09.2026, 12:50

Der Zugverkehr in weiten Teilen der zentralen und nördlichen Niederlande ist am Morgen durch Sabotage an den Gleisanlagen zum Erliegen gebracht worden. Nach Angaben des Netzbetreibers ProRail legten bislang unbekannte Täter auf verschiedenen Streckenabschnitten Rohre über die Gleise. Auch in der Schweiz kam es zu einer Verspätung.

ZWOLLE - An empty platform at Zwolle station. In parts of the country, no trains are running due to a malfunction that originated at thirteen locations on the tracks in the Central Netherlands. VINCEN ...
In Teilen des Landes verkehren aufgrund der Störung keine Züge. Bild: www.imago-images.de

Es sei klar, dass die Rohre «dort vorsätzlich abgelegt» wurden, sagte eine Sprecherin von ProRail der niederländischen Nachrichtenagentur ANP. Dadurch habe das Computersystem der Bahn Signale bekommen, wonach die Gleise an den betroffenen Stellen belegt und nicht befahrbar seien.

Zu möglichen Motiven für die Sabotageakte gab es zunächst keine Erkenntnisse. Die Ermittlungen liefen, hiess es bei den Behörden.

Der Zugverkehr brach am Morgen rund um Zwolle zeitweise komplett zusammen. Auch zwischen Utrecht und Gouda sowie zwischen Apeldoorn und Deventer verkehrten zunächst keine Züge. Die Probleme seien aber beherrschbar; an den betroffenen Bahnhöfen sei es «etwas voller als sonst», sagte die ProRail-Sprecherin. Die Freigabe der Strecken habe zunächst oberste Priorität.

Auch die Nachtzug-Verbindung von Amsterdam nach Zürich war wegen der Sabotage verspätet unterwegs. Der Zug sei am Dienstagmorgen 50 Minuten zu spät eingetroffen, erklärte ein Sprecher der SBB auf Anfrage von Keystone-SDA. (hkl/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Tod von Epstein-Whistleblower: Britische Abgeordnete fordern Untersuchung
Der britische Finanzhändler Simon Andriesz hatte Hinweise auf Verbindungen zwischen US-Handelsminister Howard Lutnick und Jeffrey Epstein offengelegt. Nach seinem Tod verlangen britische Abgeordnete nun eine Untersuchung zum Umgang der Finanzaufsicht mit Whistleblowern.
Der Tod eines britischen Whistleblowers sorgt in Grossbritannien für politische Diskussionen. Simon Andriesz, ein ehemaliger leitender Mitarbeiter des Finanzdienstleisters BGC Partners, starb im September in Thailand. Seine Familie teilte mit, dass er sich das Leben genommen habe. Hinweise auf Fremdeinwirkung gebe es nicht.
Zur Story