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Kasachstan drosselt Ölförderung nach Kiews Drohnenattacken

Kasachstan drosselt Ölförderung nach Kiews Drohnenattacken

Nach massenhaften ukrainischen Drohnenschlägen in Russland hat das ölreiche Kasachstan in Zentralasien nun eine Drosselung seiner Fördermengen bekanntgegeben.
23.07.2026, 17:1423.07.2026, 17:14

Das Energieministerium in der Hauptstadt Astana begründete den Schritt mit der Sicherheitslage am Terminal des Kaspischen Pipeline-Konsortiums im russischen Schwarzmeer-Hafen Noworossisjk.

A Ukrainian serviceman of K-2 brigade of the Unmanned Systems Forces carries a midrange drone on takeoff position before flying towards Russian positions at the frontline in Donetsk region, Ukraine, M ...
Die ukrainischen Drohnenangriffe setzen der russisch-kasachischen Ölinfrastruktur zu. (Symbolbild)Bild: keystone

Die Verladestelle für das über die Kaspische Pipeline transportierte Öl war zuletzt wiederholt das Ziel ukrainischer Drohnenangriffe.

Das Konsortium, das den Hafen für die Verschiffung von Öl nutzt, hatte zuletzt protestiert gegen die ukrainischen Angriffe. Die jetzige Senkung der Öl-Fördermengen sei eine vorübergehende Massnahme, teilte das Ministerium weiter mit. Derzeit seien die Verladevorgänge «vorübergehend ausgesetzt, um die Sicherheit der Schiffe, der Besatzungen und der Umwelt im Schwarzmeer-Gebiet zu gewährleisten».

Ministerium: Arbeit an Lösungen läuft

Die technischen Objekte funktionierten aber und seien einsatzbereit, sollte sich die Lage normalisieren, hiess es weiter in der Mitteilung. Es gebe einen ständigen Austausch mit dem Konsortium, Reedereien und staatlichen Stellen. «Derzeit finden fortlaufende Beratungen statt, um Lösungen zu erarbeiten, die darauf abzielen, die Voraussetzungen für eine sichere Schifffahrt zu gewährleisten und den stabilen Export von kasachischem Öl auf die Weltmärkte so schnell wie möglich wieder aufzunehmen», teilte das Ministerium mit.

Die Ukraine will mit den Drohnenangriffen den russischen Ölexport treffen, den Moskau zur Finanzierung seines Krieges gegen das Nachbarland nutzt. Kiew greift seit Monaten im ganzen Land auch Ölraffinerien und Lagerstätten an – sowie Schiffe der sogenannten Schattenflotte.

Kasachstan hatte zuletzt seine Fördermengen wegen der angespannten Lage auf den Energiemärkten im Zuge des Krieges im Nahen Osten erhöht. Das auf die Einnahmen aus dem Export angewiesene Land musste aber schon im Mai einen Rückschlag hinnehmen, als Russland die Durchleitung von Öl durch die Druschba-Pipeline nach Deutschland wegen der ukrainischen Angriffe stoppte. Das machte etwa ein Fünftel der verarbeiteten Menge der Raffinerie PCK in Schwedt/Oder in Brandenburg aus. (sda/awp/dpa)

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