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Papst Leo XIV fordert Kriegsende in Ukraine und spricht über Missbrauch

epa13269354 Pope Leo XIV looks on during a press conference with journalists aboard the papal plane en route from Metz, France, to Rome, Italy, 28 September 2026. EPA/ALBERTO PIZZOLI / POOL
Papst Leo XIV. warnt vor einem globalen Wettrüsten.Bild: keystone

Papst fordert Kriegsende in Ukraine –und spricht über sexuellen Missbrauch

29.09.2026, 01:38

Papst Leo XIV. hat neue internationale Anstrengungen für Gespräche über ein Ende des Kriegs zwischen Russland und der Ukraine gefordert. «Wir müssen die Staats- und Regierungschefs Russlands, der Ukraine und anderer Länder auffordern, sich zu treffen, sich an einen Tisch zu setzen, miteinander zu sprechen», sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche auf dem Heimflug von seiner Frankreich-Reise.

Als Ziel nannte er es, «Lösungen für diese Probleme zu finden – anstatt auf Kriegen zu bestehen, die keinen Sinn mehr haben». Der russische Angriffskrieg gegen das Nachbarland dauert bereits seit mehr als viereinhalb Jahren an. Auch Vermittlungsbemühungen des Vatikans brachten bislang keine Fortschritte. Der Papst äusserte sich vor Journalisten in der Maschine, die ihn nach vier Tagen in Frankreich nach Rom zurückbrachte.

Abermals warnte Leo vor einem neuen Wettrüsten. «Wir geben riesige Summen für diese gewaltige Rüstungsindustrie aus: eine Industrie, aus der eine kleine Elite durch die Förderung von Kriegen enorme Gewinne zieht. Dabei könnten diese Milliarden Euro oder Dollar verwendet werden, um Probleme wie den Hunger in der Welt, die Wohnungsnot und die Arbeitslosigkeit zu lösen.»

Missbrauch ist menschliches Problem

Auch hat sich Papst Leo XIV. über die seit Jahren anhaltenden sexuellen Missbräuche in der Katholischen Kirche geäussert. Er will den Begriff eines systemischen Missbrauchs in der römisch-katholischen Kirche vermeiden. Es gebe zwar einige Organisationen innerhalb der Kirche, die «zuweilen - wenn man so will» als System missbräuchlich gehandelt haben, sagte der Papst auf dem Rückflug von seiner Frankreich-Reise nach Rom.

«Aber ich halte es für wichtig, hier zu unterscheiden: Sexueller Missbrauch ist in erster Linie ein menschliches Problem», sagte Papst Leo XIV. am Montagabend laut Kathpress vor den Medien auf dem Rückflug von seiner Frankreich-Reise nach Rom.

Pope Leo XIV speaks to journalists aboard the flight from Metz, France, to Rome, at the end of his four-day visit to France, Monday, Sept. 28, 2026. (Alberto Pizzoli/Pool Photo via AP)
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Die Kirche trage im Umgang mit sexuellem Missbrauch eine besondere Verantwortung, sagt Papst Leo XIV.Bild: keystone

«Wenn so etwas passiert - gerade innerhalb der Kirche, kommt tatsächlich noch eine ganz andere Dimension hinzu, weil das Glaubensleben der Menschen tief verwundet und manchmal sogar zerstört wird», sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche an Bord der Maschine zwischen Metz und Rom. Daher trage die Kirche eine besondere Verantwortung, die Betroffenen zu begleiten und ihnen zu helfen, Heilung zu finden.

Kirche will Heilung begleiten

Papst Leo XIV. äusserte sich auf eine Frage nach einem Treffen mit Opfern sexuellen Missbrauchs durch römisch-katholische Geistliche in Frankreich. Am Sonntagabend hatte das Kirchenoberhaupt im Wallfahrtsort Lourdes mit sieben Betroffenen persönlich gesprochen. Er habe seine Gesprächspartner dabei gebeten, «mir dabei zu helfen, anderen Opfern die Bereitschaft von mir persönlich und der Kirche zu vermitteln, ihnen zuzuhören und sie auf ihrem Weg der Heilung zu begleiten, wobei wir den Schmerz anerkennen, der in ihrem Leben durch Missbrauchsfälle verursacht wurde», so der Papst.

In diesem Zusammenhang habe er auch mit ihnen darüber gesprochen, dass die Kirche in gewisser Weise als verantwortlich angesehen wird. «Aber gleichzeitig, so glaube ich, ist ein wichtiger Teil, ihnen zu helfen, Heilung zu finden.»

(sda/dpa/her)

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