Meghan konfrontierte ihren Vater mit Missbrauchsvorwürfen
Meghan habe Thomas Markle in einem Brief zudem zu verstehen gegeben, dass er seine beiden Enkelkinder Archie (7) und Lilibet (5) niemals kennenlernen werde, berichteten die britische Boulevardzeitung «The Sun» und der Sender BBC unter Berufung auf Personen aus Meghans Umfeld.
Der Brief soll Thomas Markle demnach im Krankenhaus auf den Philippinen erreicht haben, wo er sich wegen einer Beinamputation aufhielt. Meghan soll ihrem Vater darin auch mitgeteilt haben, dass die Behörden über die Missbrauchsvorwürfe unterrichtet seien. Die beiden haben seit langem ein schwieriges Verhältnis. Thomas Markle war 2018 nicht zur Hochzeit seiner Tochter in Grossbritannien gereist.
Philippinische Justiz ermittelt
Der Vater der Herzogin soll in seinem früheren Haus auf den Philippinen eine grosse Menge kinderpornografischen Materials zurückgelassen haben, wie die «Sun» unter Berufung auf dessen Sohn Thomas Markle Jr. am Freitag berichtet hatte. Markle Sr., der inzwischen wieder in den USA lebt, bestreitet die Vorwürfe. Das philippinische Justizministerium bestätigte der dpa eine Anzeige gegen den 82-Jährigen. Zuständig sei eine Taskforce gegen Menschenhandel und sexuellen Kindesmissbrauch im Internet.
Die US-Bundespolizei FBI teilte mit, man habe Kenntnis von den Vorwürfen und werde die philippinischen Behörden gegebenenfalls unterstützen. Untersucht würden zudem alle damit zusammenhängenden Vorwürfe, die Verstösse gegen US-Bundesgesetze beträfen.
Hätte die britische Polizei handeln müssen?
Meghan hatte sich in einem Statement am Freitag «zutiefst bestürzt» von den Berichten gezeigt und selbst angegeben, bereits vor Jahren von britischen Sicherheitsbehörden über «verstörende Vorwürfe» gegen ihren Vater informiert worden zu sein.
Die Metropolitan Police bestätigte nach Angaben der Nachrichtenagentur PA am Samstag, ein Schreiben mit «Vorwürfen wegen mutmasslicher Straftaten ausserhalb Grossbritanniens» gegen Thomas Markle Sr. an Meghan und ihren Ehemann Prinz Harry (42) weitergeleitet zu haben. Die Polizei habe das Schreiben 2019 erhalten, jedoch keine Details mit anderen Strafverfolgungsbehörden geteilt. Nun werde geprüft, ob die Angelegenheit der unabhängigen Polizeiaufsichtsbehörde gemeldet werden müsse. (sda/dpa)
Anlaufstellen für Opfer von sexueller Gewalt
Sexuelle Übergriffe können in den unterschiedlichsten Kontexten stattfinden. Hilfe im Verdachtsfall oder bei erlebter sexueller Gewalt bieten etwa die kantonalen Opferhilfestellen oder die Frauenberatung Sexuelle Gewalt. Die Opferhilfe ist auch über die nationale Nummer 142 erreichbar. Für Jugendliche oder in der Kindheit sexuell ausgebeutete Erwachsene gibt es in Zürich die Stelle Castagna. Betroffene Männer können sich an das Männerbüro Zürich wenden. Wenn du dich sexuell zu Kindern hingezogen fühlst oder jemanden kennst, der diese Neigung hat, kann dir diese Stelle weiterhelfen.
