International
People

Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit braucht eine neue Lunge

Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit braucht eine neue Lunge

Aufgrund ihrer chronischen Lungenkrankheit braucht die norwegische Kronprinzessin Mette-Marit (52) eine neue Lunge. Das teilte der norwegische Hof mit. Demnach steht bislang nicht fest, wann sie auf die Warteliste für eine Lungentransplantation gesetzt wird.
19.12.2025, 09:5811.02.2026, 09:11

Die Operation sei jedoch aufgrund des verschlechterten Zustands der Kronprinzessin der nächste notwendige Schritt, sagte Mette-Marits Arzt, Are Martin Holm, laut der Mitteilung.

epa11926245 Norwegian Crown Princess Mette-Marit looks on during the opening ceremony of the FIS Nordic World Ski Championships in Trondheim, Norway, 26 February 2025. EPA/Lise Aserud NORWAY OUT
Kronprinzessin Mette-Marit von Norwegen.Bild: keystone

«Ich hatte immer gehofft, dass wir die Krankheit mit Medikamenten in Schach halten können», sagte Mette-Marit in einem Interview mit dem Fernsehsender NRK. Jetzt habe sich ihr Zustand aber schneller verschlechtert, als sie und ihre Ärzte gehofft hatten.

«Aber wir sehen ja, dass sie schwerer Luft bekommt»

Bei Mette-Marit war vor sieben Jahren eine seltene Form der Lungenfibrose festgestellt worden. Dabei handelt es sich um eine chronische Lungenkrankheit, bei der Narben im Lungengewebe gebildet werden, was unter anderem zu Atemnot führen kann. Deswegen musste die Kronprinzessin immer wieder offizielle Termine absagen.

Im Herbst war Mette-Marit einen Monat lang in einer Lungen-Reha. Seitdem hat sich ihr Zustand jedoch weiter verschlechtert. «Der grösste Unterschied für mich ist, dass ich die Dinge, die ich früher tun konnte, einfach nicht mehr tun kann», sagte die Kronprinzessin zu NRK.

Ihr Mann, Kronprinz Haakon (52), der während des Fernsehinterviews neben ihr sass, sagte: «Wenn wir still sitzen, scheint es, als ginge es ihr gut. Aber wir sehen ja, dass sie schwerer Luft bekommt.» Diejenigen, die Mette-Marit nahestünden, merkten deutlich, dass sie weniger Energie habe und es ihr öfter schlecht gehe, sagte der norwegische Thronfolger. Das könne manchmal sehr plötzlich kommen.

Lungenfibrose kann tödlich enden

Mette-Marits Arzt und Leiter der Lungenklinik am Osloer Rikshospitalet, Are Martin Holm, sagte zu NRK: «Die Krankheit ist heute so schwerwiegend, dass wir beginnen, uns darauf vorzubereiten, wie wir weitere Verschlechterungen handhaben können. Das Einzige, das dann noch hilft, ist eine Transplantation.»

Mette-Marit werde auf die Warteliste für eine Lungentransplantation kommen, wenn ihre Lebenserwartung begrenzt sei, sagte Holm. «Denn eine Transplantation macht man, um Leben zu retten», so der Arzt. An dem Punkt sei die Kronprinzessin bisher nicht angelangt. Es handle sich jedoch um eine tödliche Krankheit; man müsse auf diesen nächsten Schritt vorbereitet sein, sagte Holm.

Das norwegische Kronprinzenpaar hat zusammen zwei Kinder, Prinzessin Ingrid Alexandra (21) und Prinz Sverre Magnus (20). Ausserdem hat Mette-Marit aus einer früheren Beziehung den Sohn Marius Borg Høiby (28), der ab Februar unter anderem wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung und der Körperverletzung vor Gericht steht. (dab/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Unterwasserrestaurant in Norwegen
1 / 8
Unterwasserrestaurant in Norwegen
In Lindesnes an der Südküste Norwegens wurde das erste Unterwasserrestaurant Europas eröffnet. Das Gebäude ragt diagonal aus dem Wasser.
quelle: epa/ntb scanpix / tor erik schroder
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Unterwasserrestaurant in Norwegen eröffnet
Video: srf
Das könnte dich auch noch interessieren:
E-Autos erreichen Rekordmarke in Europa
Elektroautos haben ihren Anteil an den Neuzulassungen in der EU binnen eines Jahres deutlich ausgebaut. Im August erreichten Stromer einen neuen Rekord.
Von Januar bis August waren in der EU 22 Prozent der neu zugelassenen Personenwagen reine Elektroautos (BEV – battery electric vehicles). Das sind fast sechs Prozentpunkte mehr als ein Jahr zuvor. Mit den EFTA-Staaten und Grossbritannien stieg der BEV-Anteil in Europa im laufenden Jahr auf 23,2 Prozent.

Im August erreichten E-Autos in Europa (EU, EFTA und UK) erstmals einen Anteil an den Neuzulassungen von 29 Prozent – ein neuer Rekord also. Der positive Trend setzte sich im September fort.
Zur Story