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Buch über Marius Borg Hoiby bleibt im Handel

Buch über Sohn der Kronprinzessin in Norwegen bleibt im Handel

14.11.2025, 17:3114.11.2025, 17:32

Das Buch über den angeklagten Prinzessinnensohn Marius Borg Høiby darf in Norwegen im Handel bleiben. Das Amtsgericht von Oslo entschied am Freitag entgegen der Forderung des ältesten Sohnes von Kronprinzessin Mette-Marit, dass «Hvite striper, sorte får» (Weisse Linien, schwarze Schafe) weiter verkauft werden dürfe.

Hvite striper, sorte får - Buch Marius Borg
DAs Buch heisst übersetzt: «Weisse Linien, schwarze Schafe».Bild: Screenshot: aschehoug

Darüber hinaus muss der 28-Jährige Berichten zufolge Verfahrenskosten in Höhe von rund 530'000 norwegischen Kronen (knapp 45'500 Euro) tragen.

Das Urteil zeige, dass solche Publikationen den notwendigen Schutz bekämen, von dem eine demokratische Gesellschaft abhängig sei, erklärte der zuständige Buchverlag Aschehoug. Das Gericht habe festgestellt, dass das Buch von gesellschaftlichem Interesse sei und die Meinungsfreiheit besonders stark berücksichtigt werden müsse, sagte der Verlagsanwalt Jørgen Vangsnes der Nachrichtenagentur NTB.

Høiby hatte über seine Verteidiger angeführt, dass das Buch mehrere Unwahrheiten und Verleumdungen gegen ihn enthalte und daher gestoppt und zurückgerufen werden müsse, bis Fehler korrigiert worden seien.

Kokainverkauf bestritten

Sein Anwalt Elias Christensen kündigte nun gegenüber NTB an, die Gerichtsentscheidung gründlich zu prüfen und eine Berufung in Erwägung zu ziehen. Das Gericht stimme zu, dass in dem Buch ohne jegliche faktische Grundlage äusserst kränkende Behauptungen aufgestellt würden, etwa zu einem angeblichen Kokainverkauf auf einer Einkaufsstrasse in der Nähe des Königsschlosses in Oslo.

FILE - Norway's Marius Borg Hoiby and Crown Princess Mette-Marit in Oslo, June 16, 2022. (Lise Aserud/NTB via AP, File)
Norway Royals
Der Sohn der norwegischen Kronprinzessin, Marius Borg Høiby.Bild: keystone

Høiby war im August in insgesamt 32 Punkten angeklagt worden. Dabei geht es unter anderem um Vorwürfe der Vergewaltigung. Mette-Marits Sohn hatte eingeräumt, unter Alkohol- und Kokaineinfluss gegenüber seiner damaligen Freundin gewalttätig geworden zu sein und Dinge in ihrer Wohnung zerstört zu haben. Die meisten weiteren Anschuldigungen hat er abgestritten, vor allem die Vergewaltigungsvorwürfe.

Der Prozess gegen ihn soll am 3. Februar 2026 beginnen. Im Falle einer Verurteilung drohen Høiby mehrere Jahre Gefängnis. (sda/apa/dpa)

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